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Utopia Music streicht Stellen

Das Schweizer Fintech-Unternehmen Utopia Music hat eine Reihe an Entlassungen angekündigt. Diese sollen hauptsächlich das Kernteam inklusive der Führungsebene betreffen.

25.11.2022 12:33 • von
Sorgte zuvor mit mehreren Zukäufen für Schlagzeilen: COO Roberto Neri (Bild: Ville Juurikkala)

Das Schweizer Fintech-Unternehmen Utopia Music hat eine Reihe an Entlassungen angekündigt. Diese sollen hauptsächlich das Kernteam inklusive der Führungsebene betreffen, wie "Music Business Worldwide" erfahren haben will.

Ulf Zick hatte dem Unternehmen als kurzzeitiger CMO bereits in seinem ersten Jahr wieder den Rücken zugekehrt.

Utopia hatte sein Portfolio allein 2022 um diverse Zukäufe erweitert: Zum Beispiel um die Proper Music Group, einen der größten Indie-Vertriebe Großbritanniens, im Januar, die in Liverpool ansässige Sentric Music Group im Februar und noch im gleichen Monat um das britische Vertriebs- und Dienstleistungsunternehmen Absloute Label Service.

Ein:e Sprecher:in von Utopia Music äußerte gegenüber dem britischen Branchendienst, dass die Firma "wie viele Wachstumsunternehmen im heutigen makroökonomischen Umfeld" Änderungen an ihrer internen Struktur vornehmen wolle, um ihr Geschäft zu optimieren. Das bedeute auch Entlassungen: "Wir sind in den letzten zwei Jahren schnell gewachsen, organisch und durch 15 Akquisitionen. Jetzt realisieren wir Kostensynergien durch diese Übernahmen und konzentrieren uns auf nachhaltiges Wachstum."

Auf LinkedIn gibt Utopia Music an, zwischen 200 und 500 Leute zu beschäftigen. "Music Business Worldwide" spricht indes von 1200 globalen Mitarbeitenden, darunter rund 400 Auftragnehmer:innen. Wie viele davon gehen müssen, hat das Unternehmen noch nicht bestätigt.

Erst dieses Jahr holten sich die Schweizer mit Bastien Vidal einen neuen Finanzchef ins Haus. Zudem besetzten sie die Stellen des VP Product, Distribution Services und VP Product, Creator Services mit Jonathan Abon und Jordan Gremli. Mit Alexandra Sufit schufen sie die Rolle Director Public Affairs and Diversity, Inclusion and Equity in London.

Text: Lisa Nehrkorn