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Deezer investiert weiter ins Livestreaming, Driift schluckt DreamStage

In den letzten beiden Corona-Jahren hatten die Betreiber:innen von Deezer bereits ihre Fühler in den Bereich Livestreaming ausgestreckt und sich dabei an den Unternehmen Driift und DreamStage beteiligt. Nun schießt Deezer frisches Kapital nach und ermöglicht dabei den Zusammenschluss der beiden Firmen unter dem Dach von Driift.

04.10.2022 16:24 • von
Investiert ins Livestreamig: Deezer-CEO Jeronimo Folgueira (Bild: Federico Pestellini Panoramic, Imago)

In den letzten beiden Corona-Jahren hatten die Betreiber:innen von Deezer bereits ihre Fühler in den Bereich Livestreaming ausgestreckt und sich dabei an den Unternehmen Driift und DreamStage beteiligt.

Zunächst kam Deezer im Mai 2021 als einer der Hauptinvestoren beim US-amerikanischen Start-up Dreamstage an Bord. Das sorgte auch aus deutscher Sicht für Aufsehen, schließlich standen hinter Dreamstage drei Gründer: als CEO Thomas Hesse, langjähriger Spitzenmanager von Sony Music, BMG, RTL und Bertelsmann, aber auch der Cellist Jan Vogler als Künstlerischer Leiter sowie Scott Chasin als Chief Technology Officer. Im Oktober 2021, also ziemlich genau vor Jahresfrist, stieg Deezer zudem als Minderheitsgesellschafter beim britischen Unternehmen Driift ein.

Nun schießt Deezer dort frisches Kapital in Höhe von vier Millionen Pfund nach und ermöglicht zugleich die Übernahme von DreamStage durch Driift. Nach dem Zusammenschluss ist Deezer dann größter Anteilseigner des neu formierten Unternehmens.

Bei Deezer wertet CEO Jeronimo Folgueira den Vorstoß als einen Meilenstein für das eigene Unternehmen. Schließlich sei es ein "wesentlicher Bestandteil unserer Wachstumsstrategie", engere Verbindung zwischen Künstler:innen und Fans zum Beispiel durch spannende Events zu ermöglichen: "Und das Hinzufügen von Livestreaming-Funktionen zu unserem Portfolio ist eine Schlüsselkomponente, um dieses Ziel zu erreichen", betonte Folgueira in einer Deezer-Mitteilung. Driift habe sich als Produzent von Livestreams bereits einen guten Ruf erarbeitet, "und wir sind der Ansicht, dass die Hinzufügung der Technologie- und Vertriebsplattform von Dreamstage das Geschäft auf die nächste Stufe heben wird".

Text: Knut Schlinger