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Produktionskosten bei Das Fest stiegen um 30 Prozent

Zwei Monate, nachdem Das Fest in Karlsruhe stattgefunden hat, zieht das Festivalteam eine Wirtschaftsbilanz. Die Veranstaltung hat rund vier Millionen Euro gekostet, das sind gut 30 Prozent mehr als in der Vor-Corona-Zeit.

30.09.2022 13:47 • von Dietmar Schwenger
Bei der Spendenübergabe (von links): Markus Wiersch (Das Fest), Vladyslav Yaremchuk (Atlas Festival) und Holger Jan Schmidt (Das Fest, Yourope) (Bild: Das Fest)

Zwei Monate, nachdem Das Fest in Karlsruhe stattgefunden hat, zieht das Festivalteam eine Wirtschaftsbilanz.An den insgesamt zehn Festivaltagen kamen demnach rund 250.000 Menschen auf das Gelände, 145.000 davon auf den kostenpflichtigen Hügelbereich, 25.000 zum Vor-Fest und 90.000 in den kostenfreien Kinder- und Kulturbereich mit drei weiteren Bühnen.

"Wir sind stolz und dankbar, dass wir trotz widriger Umstände eine ausgeglichene Bilanz erreichen konnten", sagt Martin Wacker, Geschäftsführer der veranstaltenden Karlsruhe Marketing und Event GmbH (KME). "Rund vier Millionen Euro hat Das Fest 2022 gekostet - inklusive Vor-Fest. Das sind gut 30 Prozent mehr als noch vor Corona." Einen Großteil davon machten die gestiegenen Kosten in fast allen Gewerken aus. Umso wichtiger sei es gewesen, den Ticketpreis leicht anzuheben, auch wenn dies nicht alle Preissteigerungen habe abfangen können.

"Nur mit großen Anstrengungen und Einsparungen aller konnte die Bilanz ausgeglichen gestaltet werden. Auch die große Solidarität der Das Fest-Familie sowie der gute Getränkeumsatz trugen ihren Teil dazu bei", so Wacker weiter. "Ein großes Dankeschön geht auch an unsere langjährigen Sponsoren, Dienstleister und Partner, die über das Übliche hinaus unterstützt und einiges auch kurzfristig möglich gemacht haben.

"Das Fest 2022 war aufreibend in jeder Hinsicht", fügt Markus Wiersch, stellvertretender Geschäftsführer KME, hinzu. "Insbesondere unseren Helfern, die zum Teil in extremer Hitze und mit großem Einsatz eine so wunderbare Festival-Landschaft geschaffen haben, gilt unser Dank. Ohne sie wäre die Veranstaltung nicht so erfolgreich gewesen." Hervorzuheben sei dabei, dass, drei Jahre nach dem letzten Das Fest 2019, "vieles in den Abläufen holpriger war als aus der Vergangenheit gewohnt. Dazu gab es mit dem dm-Fest- Tag einen weiteren Veranstaltungstag."

Auch in Karlsruhe gab es Hilfe für die Ukraine. Das Atlas Festival in Kiew, eines der Partnerfestivals von Das Fest im Europäischen Festivalverband Yourope, hatte gemeinsam mit der ukrainischen Livemusik- und Festivalbranche bereits kurz nach Kriegsbeginn "Music Saves UA" gestartet. ­Dieses humanitäre Projekt hat Das Fest im Rahmen der internationalen Festivalinitiative für soziales Engagement, Take A Stand, unterstützt.

Am Rande des Reeperbahn Festivals in Hamburg konnte Markus Wiersch gemeinsam mit Das-Fest-Booker und Yourope-Generalsekretär Holger Jan Schmidt, dem Programmdirektor des Atlas Festivals, Vladyslav Yaremchuk, die Pfandspenden von Das Fest über 21.347 Euro überreichen. "Damit setzt unsere Das-Fest-Familie ein sehr starkes Zeichen der Solidarität", sagt Schmidt. Bislang sind über 200.000 Euro für "Music Saves UA" zusammengekommen, mit denen aktuell vor allem aus Kampfgebieten evakuierte Menschen unterstützt werden.