Unternehmen

YouGov untersucht Musikkonsum der Deutschen

53 Prozent der Deutschen nutzen laut einer Umfrage des YouGov-Instituts mindestens eine Art von Musikstreaming, während das Radio mit 62 Prozent Musikkanal Nummer eins bleibt.

28.09.2022 14:02 • von Jonas Kiß
Zeigt, über welche Kanäle Musik gehört wird: eine repräsentative Umfrage von YouGov und dem SINUS-Institut (Bild: YouGov Omnibus)

Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hat gemeinsam mit dem SINUS-Institut eine Studie zum "Musikkonsum in Deutschland" durchgeführt.

Zwischen dem 19. und 26. August 2022 nahmen dafür an einer Online-Umfrage rund 2000 Personen teil. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 bis 75 Jahren.

62 Prozent der Befragten gaben demnach an, in der Regel über das Radio Musik zu hören. Der Altersvergleich zeige, dass ältere Befragte deutlich häufiger Musik über das Radio hören. Während 84 Prozent der Befragten im Alter von 60 bis 75 Jahren Radio als Musikkanal Nummer eins angaben, waren es bei den 18- bis 29-Jährigen nur 26 Prozent.

Laut der Umfrage nutzen 53 Prozent der Deutschen mindestens eine Art von Musikstreaming. Dabei geben 34 Prozent an, kostenlose Dienste mit Werbung zu hören, während 28 Prozent Musik über kostenpflichtigen Abonnements nutzen. Bei den 18- bis 29-Jährigen überwiegen kostenpflichtige Dienste mit 51 Prozent gegenüber kostenlosen Angeboten mit 42 Prozent. CDs verwenden noch 31 Prozent aller Befragten für ihren Musikkonsum.

Über die Hörsituation befragt, kommt die Studie zu dem Ergebniss, dass die Deutschen mit 61 Prozent am häufigsten beim Autofahren Musik hören. Weitere 57 Prozent hören während der Hausarbeit Musik, während 43 Prozent beim Ausüben von Hobbies wie Hand- oder Gartenarbeit auf Musik zugreifen. Rund jeder Vierte gibt an, beim Essen (24 Prozent) oder beim Sport (23 Prozent) Musik zu hören.

Die Ergebnisse zeigen laut Philipp Schneider, Head of Marketing DACH YouGov Deutschland, dass "das Radio weiterhin einen hohen Stellenwert im Alltag der Verbraucherinnen und Verbraucher aufweist. Gerade zum Musikhören spielt es eine große Rolle, trotz der vielfältigen Möglichkeiten Audioinhalte über mobile Endgeräte wie etwa Smartphones zu konsumieren. Werbetreibende sollten auch weiterhin ein Auge auf den Kanal haben. Gleichzeitig zeigen sich Alterskohorten-Effekte in der Nutzung des Radios, die Werbetreibende beim Zuschneiden und Ausspielen von Kampagnen beachten sollten."

Zudem ergab die Umfrage, dass die die Deutschen im Durchschnitt zwölf Euro im Monat für Musik ausgeben. Damit seien Ausgaben für Konzertkarten, Albumkäufe oder auch Streaming-Abonnements gemeint. Befragte im Alter von 40 bis 49 Jahren investieren mit 16 Euro monatlich am meisten in Musik. 46 Prozent aller Befragten gaben an, gar kein Geld für Musik auszugeben. Diese Aussage trafen die Älteren häufiger als die Jüngeren.