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Warner Music legt Gehalt von Robert Kyncl offen

Am 21. September bestätigte die Warner Music Group die Verpflichtung von Robert Kyncl. Inzwischen legte der börsennotierte Musikkonzern per Pflichtmitteilung auch Details zu Jahresgehalt, Bonuszahlungen und Aktienpaketen für den neuen CEO vor.

24.09.2022 12:02 • von
Kann im ersten Jahr dank Basisgehalt, Bonus und Aktienoptionen mit bis zu 15 Millionen Dollar rechnen: Robert Kyncl, der kommende CEO der Warner Music Group (Bild: Warner Music Group)

Am 21. September 2022 bestätigte die Warner Music Group die Verpflichtung von Robert Kyncl. Der langjährige YouTube-Manager kommt ab Anfang 2023 zunächst für einen einmonatigen Übergang als Co-CEO neben Steve Cooper zur Warner Music Group und übernimmt deren Leitung dann ab Anfang Februar als alleiniger CEO. Inzwischen legte der börsennotierte Musikkonzern per Pflichtmitteilung auch Details zu Jahresgehalt, Bonuszahlungen und Aktienpaketen für den neuen Spitzenmanager vor.

Robert Kyncl erhält demnach bei Warner Music einen unbefristeten Arbeitsvertrag und ein jährliches Basisgehalt in Höhe von zwei Millionen Dollar. Hinzu kommt ein Bonus über drei Millionen Dollar, der an das Erreichen bestimmter Ziele gebunden ist. Ebenfalls fix vereinbart ist ein Paket an Aktienoptionen mit einem Volumen von zehn Millionen Dollar vor Steuern ab dem ersten vollen Jahr in Diensten des Unternehmens.

Zusätzlich erhält der neue CEO nach seinem ersten Jahr bei der Warner Music Group im Januar 2024 einmalig Optionen im Wert von noch einmal bis zu zehn Millionen Dollar, dessen tatsächliche Höhe aber ebenfalls an nicht näher bestimmte Ziele geknüpft ist, und die über vier Jahre verteilt gezogen werden können.

Darüber hinaus kann Kyncl für einen Umzug in die Region New York fällige Kosten von bis zu 500.000 Dollar zur Erstattung bei seinem neuen Arbeitgeber einreichen und erhält on top eine nicht näher bestimmte Einmalzahlung von weiteren 60.000 Dollar.

Auch Details einer eventuellen Trennung sind im Arbeitsvertrag bereits geregelt: So berichtet die Pflichtmitteilung von einer neunmonatigen Kündigungsfrist und einer folgenden Wettbewerbsklausel über weitere zwölf Monate. Sollte der Konzern das Arbeitsverhältnis "without cause" kündigen oder Robert Kyncl mit "good reason", ist das unter anderem mit einer Abstandszahlung über 15 Millionen Dollar verbunden.

Ab dem Antritt seines Nachfolgers bleibt der scheidende CEO Stephen "Steve" Cooper der Warner Music Group noch für ein Jahr als Berater verbunden und erhält bis zum Abschluss des Fiskaljahres 2023 - das Geschäftsjahr bei Warner Music endet mit dem dritten Quartal - unter anderem sein Jahresfixum in Höhe von drei Millionen Dollar. Darüber hinaus kann Cooper Aktienoptionen im Wert von jeweils sieben Millionen Dollar erhalten, die im Januar 2023 und im Januar 2024 fällig werden, sowie jährliche Bonuszahlungen von ebenfalls bis zu sieben Millionen Dollar, wobei diese beiden Teile des Pakets unter anderem an Wettbewerbsklauseln gebunden sind.

Text: Knut Schlinger