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BMG drückt zum Halbjahr beim Wachstum auf die Tube

BMG hat in den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 Umsätze und Vorsteuergewinne deutlich steigern können. Die am 31. August vorgelegte Zwischenbilanz des Bertelsmann-Konzerns belegt zudem ein deutlich dynamischeres Wachstum der Musiktochter.

31.08.2022 10:37 • von
Legt mit BMG bei den Umsätzen um ein Viertel zu und beim Vorsteuerergebnis um 46 Prozent: CEO Hartwig Masuch (Bild: Barbara Dietl)

BMG hat in den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 Umsätze und Vorsteuergewinne deutlich steigern können. Die am 31. August vorgelegte Zwischenbilanz des Bertelsmann-Konzerns belegt zudem ein deutlich dynamischeres Wachstum der Musiktochter.

Für den Zeitraum von Anfang Januar bis Ende Juni weist Bertelsmann für die von CEO Hartwig Masuch geleitete BMG Einnahmen in Höhe von 371 Millionen Euro aus, im Vergleich zu den 296 Millionen Euro aus dem ersten Halbjahr 2021 ein Plus von gut 25 Prozent. Beim Operating EBITDA ging es derweil von noch 50 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres um 46 Prozent rauf auf nunmehr 73 Millionen Euro.

Zur Erinnerung: Das erste Halbjahr 2021 hatte BMG mit einem Umsatzplus in Höhe von 5,2 Prozent und einem Zuwachs um 3,1 Prozent beim Operating EBITDA abgeschlossen.

Unter anderem habe BMG als "das weltweit viertgrößte Musikunternehmen" sein Rechteportfolio mit dem Erwerb "eines Großteils des musikalischen Vermächtnisses von John Lee Hooker" ausweiten können und "neue Verträge mit namhaften Künstler:innen wie Rita Ora, Elvis Costello und Julian Lennon" geschlossen, fasst Bertelsmann die Entwicklung der Musiktochter zusammen. Die Telamo-Übernahme hatte BMG erst Anfang August verkündet.

Konzernweit erzielte Bertelsmann im ersten Halbjahr bei Einnahmen von 9,3 Milliarden Euro ein Umsatzplus von 6,9 Prozent, das Operating EBITDA lag mit 1,429 Milliarden Euro knapp über dem Vorjahr mit 1,417 Milliarden Euro, das Konzernergebnis kam indes mit 492 Millionen Euro nicht an das Vorjahresniveau von 1,368 Milliarden Euro heran. Zur Begründung verweist man bei Bertelsmann vor allem auf den im Vergleichszeittraum erfolgten Verkauf des US-amerikanischen Werbetechnologieunternehmens SpotX.

"Wir sind sehr zufrieden mit der geschäftlichen Entwicklung im ersten Halbjahr 2022", sagte der Bertelsmann-Vorstandsvorsitzende Thomas Rabe bei der Präsentation der Zwischenbilanz. "So verbuchten wir beim operativen Ergebnis trotz höherer Streaming-Investitionen erneut einen Rekordwert und trieben den Ausbau unserer globalen Inhalte-, Dienstleistungs- und Bildungsgeschäfte voran."

Text: Knut Schlinger