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Die Ärzte und Die Toten Hosen testen nachhaltige Konzerte

Im August haben Die Ärzte und Die Toten Hosen im Rahmen des Projekts "Labor Tempelhof" drei Konzerte auf dem Flughafen Tempelhof in Berlin gespielt. Ziel sei es zu zeigen, wie "Großveranstaltungen mit positiven Auswirkungen für Mensch und Umwelt" zum Standard werden können.

30.08.2022 13:57 • von Jonas Kiß
Veröffentlicht im November ein Guidebook mit den Auswertungen und Erkenntnissen: Das "Labor Tempelhof" (Bild: Screenshot, labor-tempelhof.org)

Im August 2022 haben Die Ärzte und Die Toten Hosen im Rahmen des Projekts "Labor Tempelhof" drei Konzerte auf dem Flughafen Tempelhof in Berlin gespielt. Die Projektinitiatoren Cradle to Cradle, KKT (Kikis Kleiner Tourneeservice), Loft Concerts und Side by Side Eventsupport setzen im "Labor Tempelhof" gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus der Praxis möglichst klima- und ressourcenpositive Produkte, Prozesse und Innovationen um, testen sie und prüfen ihre Skalierbarkeit.

Ziel sei es zu zeigen, wie sogenannte "Cradle to Cradle-Lösungen" zu einer Kreislaufwirtschaft führen können, die ökonomische, ökologische und soziale Mehrwerte für die gesamte Gesellschaft bietet, "und wie daraus abgeleitet auch Großveranstaltungen mit positiven Auswirkungen für Mensch und Umwelt" zum Standard werden können.

Um im Konzertbereich Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit zu erreichen, wurde bei den Konzerten "von der Versorgung mit 100 Prozent Ökostrom, der Einsparung riesiger Wassermengen, der Verarbeitung von Fäkalien zu Humus und Urin zu Dünger bis hin zu einem größeren Angebot an vegan-vegetarischen Lebensmitteln und Barrierefreiheit möglichst jedes Detail bedacht", wie es aus Berlin heißt.

"Nach zwei schwierigen Corona-Jahren freuen wir uns, mit dem Labor Tempelhof in eine nachhaltige Zukunft für die Veranstaltungsbranche aufzubrechen", sagt Marcel Tietze, Geschäftsführer Loft Concerts: "Als Veranstalter wollen wir unserer Vorbildfunktion gerecht werden und mutig neue Lösungen ausprobieren. Wir freuen uns darauf, auch nach den vier Konzerten mit der gesamten Branche in den Austausch zu gehen, um unsere Erfahrungen und Erkenntnisse weiterzuentwickeln."

Die Erkenntnisse aus dem "Labor Tempelhof" wolle man anschließend auswerten und allen Konzertveranstaltern und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Am 22. November soll dann ein Guidebook unter dem Titel "Staging the Future" erscheinen.