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Cro triumphiert zum zehnjährigen Chartjubiläum

Sein zehnjähriges Jubiläum in den Offiziellen Deutschen Charts begeht Cro standesgemäß mit dem Sprung seines neuen Albums "11:11" an die Spitze der Top 100 Longplay - vor Arch Enemy und Vanessa Mai. Bei den Singles verlängern DJ Robin und Schürze ihre Regentschaft mit "Layla" auf nunmehr neun Wochen.

19.08.2022 16:21 • von Frank Medwedeff
Bleibt in der Erfolgsspur: Cro (Bild: Sebastian Schuster + Finn Beek)

Sein zehnjähriges Jubiläum in den Offiziellen Deutschen Charts begeht Cro standesgemäß mit dem Sprung seines neuen Albums "11:11" an die Spitze der Top 100 Longplay. Es ist hier sein sechster Spitzenreiter. In der aktuellen Albumhitliste sind mit "Raop" (Platz 16), "Trip" (49) und "Melodie" (66) noch drei weitere Cro-Alben vertreten. In der Gesamtbilanz des schwäbischen "Masken-Rappers" stehen laut GfK Entertainment zudem mehr als 800 Wochen Gesamtpräsenz in den deutschen Album- und Singlescharts zusammen sowie allein 53 platzierte Singles zu Buche.

Universal Music würdigt Cro als einen der erfolgreichsten Künstler Deutschlands und verweist auf Erfolge von der mit Doppel-Platin geschmückten Debütsingle "Easy" von 2012 bis zum aktuellen Hit "High" feat. Claudia Valentina vom aktuellen Album "11:11", die Nummer eins der TikTok DE Hot 50. Sein mit "Raop" geschaffenes Genre aus Rap und Pop sei zeitlos und ziehe das Publikum in seinen Bann, und dies auch auf der Bühne: Die "trip is (a)live" Tour und die "Coming Home"-Shows im kommenden Dezember waren innerhalb kürzester Zeit restlos ausverkauft. Allein 2022 kommt Cro bei seinen Live-Shows auf über 140.000 Besucher:innen. Für 2023 hat Chimperator Live eine ausgiebige Open-Air-Tour gebucht.

Die schwedische Metalband Arch Enemy erobert mit "Deceivers" ad hoc Platz zwei der deutschen Longplayhitliste, und auf Position drei debütiert Vanessa Mais neues Album, "Metamorphose". Andrea Berg geht mit "Ich würd's wieder tun" um eine Rangstufe nach unten auf die Vier, während Rammsteins "Zeit" auf der Fünf verharrt.

Neben Arch Enemy tummeln sich noch zwei weitere Metalcombos aus Schweden in den Top 10: The Halo Effect mit "Days Of The Lost" auf Rang sechs und die Vorwochenchampions Amon Amarth und deren Werk "The Great Heathen Army" auf sieben. Danger Mouse & Black Thought gelangen mittels "Cheat Codes", so der Titel ihres gemeinsamen Albums, von null auf acht. Harry Styles steigt mit "Harry's House" aktuell von zwölf auf neun. Die K-Popper Enhypen rutschen mit ihrer EP Manifesto : DaY 1" von sechs auf zehn ab.

Lediglich zwei Neuzugänge schaffen es noch ins obere Charts-Drittel: Erasure mit "Day-Glo (Based On A True Story)" auf Platz 13 sowie Lacrimosa, die auf Rang 26 "Leidenschaft" postulieren.

Universal Music gibt mit 45,2 Prozent Marktanteil den Ton in der Distributorenrangliste zu den Longplaycharts an, gefolgt von Sony Music (32,3 Prozent), Warner Music (10,9 Prozent), Believe/GoodToGo (7,7 Prozent) und Kontor/Edel (1,4 Prozent).

DJ Robin & Schürze verlängern ihren Aufenthalt auf dem Gipfel der Top 100 Singles mit "Layla" auf nun neun Wochen. Der letzte deutschsprachige Song, der so lange ununterbrochen an der Spitze stand, war laut GfK Entertainment "Ein Stern (... der deinen Namen trägt)" von DJ Ötzi & Nik P. 2007. Zuletzt brachte es Bausa mit "Was du Liebe nennst" 2017/2018 ebenfalls auf neun Wochen, allerdings nicht am Stück.

Nina Chuba legt mit "Wildberry Lillet" auf Platz zwei den höchsten Neueinstieg der Woche hin und verdrängt Miksu/ Macloud & makko und ihren Hit "Nachts wach" an die dritte Stelle. Unverändert belegen Liazes "Paradise" und Die Zipfelbuben mit "Olivia" die Ränge vier und fünf.

Zweithöchster neu gelisteter Titel der Woche ist ein weiterer Partyschlager, "Lea" von Bierkapitän, Andy Luxx & DJ Aaron, auf Rang 23.

Die Vertriebsrangliste zu den Singles sieht Universal Music per Wochenanteil von 44,1 Prozent in Führung vor Sony Music (27,4 Prozent), Warner Music (14,4 Prozent), Believe/GoodToGo (8,6 Prozent) sowie Kontor/Edel (3,2 Prozent).

Zum Schluss wie immer ein Blick auf die Top 30 Compilations: Da bleiben die "Bravo Hits 118" on top, während "Schlager für Alle: Herbst/Winter 2022/2023" von null auf zwei schnellt. Die "Ballermann Hits 2022" sinken somit um eine Stelle auf die Drei.

Bei den Vertrieben im Segment Compilations hat Warner Music per Marktanteil von 54,1 Prozent das Sagen. Universal Music muss sich mit Rang zwei begnügen (26,7 Prozent). Sony Music belegt den dritten Platz (12,2 Prozent); und die Top 5 ergänzen Kontor/Edel (5,7 Prozent) und Zyx (0,9 Prozent).