Unternehmen

Universal und Warner machen mit bei Facebooks Music Revenue Sharing

GEMA-Justiziar Tobias Holzmüller hatte den jüngsten Vorstoß von Facebook-Mutter Meta zur Beteiligung von Rechteinhabern an Werbeeinnahmen als eine Art "intelligente Lizenzvereinbarung" gelobt. Kein Wunder, dass nun nach Universal Music auch Warner Music mit an Bord ist.

12.08.2022 14:05 • von
Songs von Acts wie Post Malone gehören bereits mit zum geklärten Katalog: Blick in den Rights Manager genannten Werkzeugkasten des neuen Facebook-Programms Music Revenue Sharing (Bild: about.fb.com, Screenshot)

GEMA-Justiziar Tobias Holzmüller hatte den jüngsten Vorstoß von Facebook-Mutter Meta zur Beteiligung von Rechteinhabern an Werbeeinnahmen als eine Art "intelligente Lizenzvereinbarung" gelobt. Schließlich hatte der Facebook-Konzern unter dem Namen Music Revenue Sharing ein Tool ans Netz gebracht, das eine Brücke zwischen nutzergenierten Videoinhalten auf der Plattform einerseits und vorab für die Nutzung in solchen UGC-Videos freigegebener Musik schlagen soll - mit entsprechender Vergütung der Rechteinhaber aus dem Musikgeschäft.

Der hier für Uploader und Influencer ausgelobte Anteil von 20 Prozent sei ein passender Anreiz, lizenzierte Musik in ihren Videos zu verwenden, umriss Holzmüller den Vorgang, den  Facebook am 25. Juli 2022   in einem Blog-Posting  und zeitgleich   auf seinen Creator-Seiten erläutert hatte.

Kein Wunder, dass nun nach Universal Music auch Warner Music mit an Bord ist, wenn die Bestätigung auch jeweils nicht in eigenen Mitteilungen kommuniziert wurde, sondern in Gesprächsrunden im Umfeld aktueller Zwischenbilanzen.

So hatte zunächst im Hause Universal Music Chairman & CEO Lucian Grainge das Thema bei einer Telefonkonferenz mit Investoren und Medienvertretern am 27. Juli im Anschluss an die Bekanntgabe der Zahlen fürs zweite Quartal angerissen. Nun legten bei Warner Music CEO Stephen "Steve" Coopper und CFO Eric Levin ebenfalls bei einem Call im Anschluss an die Präsentation einer Quartalsbilanz vom 9. August nach: Man habe eine neue Vereinbarung mit dem Meta-Konzern unterzeichnet, sagte Cooper bei diesem Event, Levin kleidete das zudem in einen größeren Zusammenhang ein, und verwies dazu noch wenig spezifisch auf weitere Möglichkeiten im Zusammenhang mit Schlagworten wie Web3 und NFTs.

Text: Knut Schlinger