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Münchner Stadtrat erlaubt Rammstein-Konzert auf Theresienwiese

Zwar darf das für Silvester auf der Theresienwiesee geplante Rammstein-Konzert laut einer Entscheidung des Münchner Stadtrats grundsätzlich stattfinden, allerdings muss das Kreisverwaltungsreferat auch noch zustimmen.

10.08.2022 16:28 • von Dietmar Schwenger
Hier könnte das Rammstein-Silvesterkonzert stattfinden: die Theresienwiese in München (Bild: Christian Offenberg, Imago)

Zwar darf das für Silvester auf der Theresienwiesee geplante Rammstein-Konzert laut einer Entscheidung des Münchner Stadtrats grundsätzlich stattfinden, allerdings muss das Kreisverwaltungsreferat auch noch zustimmen. Kritisch sieht man dort vor allem die angeblich zu kurze Vorbereitungszeit für das Sicherheitskonzept. Bei Andreas Gabalier auf dem Messegelände Riem - wie Rammstein auf der Theresienwiese eine Veranstaltung der Leutgeb Entertainment Group - hätten elf Monate eigentlich nicht ausgereicht, wie die Referentin Hanna Sammüller-Gradl von den Grünen betont. Bei Rammstein seien es nun nur viereinhalb Monate.

Die Grünen kritisieren mit der Formulierung eines "wahnsinnigen Schnellschusses". Sie vermissen zudem ein Verkehrskonzept und verweigerten die Zustimmung. SPD, CSU und FDP machten dann jedoch den Weg frei für die weitere Planung. Dies begrüßt Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner von der CSU, der sich auch schon für die drei Messen-Konzerte stark gemacht hatte. Er sieht mit Rammstein auf der Theresienwiese "einen großen Marketing-Effekt für die Stadt".

Die Polizei sieht die Verkehrssituation in der Nacht kritisch. Auch die Bezirksausschüsse Schwanthaler Höhe und Ludwigvorstadt-Isarvorstadt hatten sich gegen das geplante Großkonzert entscheiden, was aber für die Entscheidung des Stadtrats nicht relevant ist.

Zuvor hatte bereits der Verband der Münchner Kulturveranstalter und das Tollwood-Festival, das auf dem Gelände ihr Winter-Tollwood inklusive Silvestergala ausrichtet, das Rammstein-Event kritisiert.