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Warner Music steigert Nettogewinne im dritten Quartal deutlich

Die Warner Music Group legte am 9. August ihre Bilanz fürs dritte Quartal vor. Nach Umsätzen ging es aufwärts, allerdings nicht so dynamisch wie noch zuletzt. Ganz anders sah es unterm Strich aus: Hier konnte der Musikkonzern sein Nettoergebnis im Vorjahresvergleich verdoppeln.

09.08.2022 14:48 • von
Spricht von einem soliden Wachstum: Stephen "Steve" Cooper (Bild: Warner Music Group)

Die Warner Music Group legte am 9. August 2022 zum Handelsstart an der New Yorker Börse ihre Bilanz fürs dritte Quartal des laufenden Jahres vor. Nach Umsätzen ging es aufwärts, allerdings nicht so dynamisch wie noch zuletzt. Ganz anders sah es unterm Strich aus: Hier konnte der Musikkonzern sein Nettoergebnis im Vorjahresvergleich verdoppeln.

"Auf Basis konstanter Wechselkurse haben wir ein solides zweistelliges Wachstum erzielt", sagte CEO Stephen "Steve" Cooper bei der Vorlage der Zwischenbilanz, und verwies dabei auf einen sich abschwächenden Werbemarkts, verschiedene Einmaleffekte und Wechselkursschwankungen, die den Vergleich zum Vorjahreszeitraum beeinträchtigt hätten.

So weist das Zahlenwerk für den Zeitraum von Anfang April bis Ende Juni 2022, zugleich das dritte Fiskalquartal der Warner Music Group, bei konzernweiten Umsätzen in Höhe von 1,432 Milliarden Dollar ein Plus von 6,9 Prozent aus. Rechnet man Wechselkursschwankungen heraus, hätte das Umsatzplus laut Unternehmensangaben gar 12,1 Prozent betragen.

Das OIBDA-Vorsteuerergebnis fiel durch Währungeffekte im Vergleich gar schlechter aus: Nach 241 Millionen Dollar vor Jahresfrist lag Warner Music hier nun mit 233 Millionen Dollar um drei Prozent unter dem Vorjahr. Bereinigt habe man hier jedoch ein Plus von drei Prozent verbucht, teilte der Konzern mit.

Etwas zwiespältig fiel der Blick aufs Streaminggeschäft aus: Konzernweit ging es im jüngsten Quartal im Digitalgeschäft um 2,7 Prozent bergauf, bereinigt gar um 6,5 Prozent. Allerdings sorgte hier vor allem der Verlagsarm mit einem Plus von 29,6 Prozent, angeschoben unter anderem durch die vom Copyright Royalty Board angepassten Tantiemen, während der Recorded-Music-Bereich digital um ein Prozent unter dem Vorjahr blieb, das damals allerdings unter anderem von einer Einmalzahlung profitierte.

Deutlich besser sah es im dritten Quartal unterm Strich aus: Hier konnte der Musikkonzern sein Nettoergebnis im Vorjahresvergleich mehr als verdoppeln, und zwar von 61 Millionen Dollar auf nunmehr 125 Millionen Dollar. Zur Erinnerung: 2020 hatte die Warner Music Group im dritten Quartal noch rote Zahlen geschrieben.

Für die neun Monate von Anfang Oktober 2021 bis Ende Juni 2022 rangiert Warner Music bei Umsätzen in Höhe von 4,422 Milliarden Dollar um bereinigte 13 Prozent über dem Vorjahr, beim OIBDA-Ergebnis liegt das Plus bei elf Prozent und der Nettogewinn liegt mit 405 Millionen Dollar um 46 Prozent über dem Vergleichszeitraum.

Text: Knut Schlinger