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Bund fördert Orchesterlandschaft mit fast fünf Millionen Euro

In der vierten Runde des Programms Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland kommen 16 Klangkörper in den Genuss von Fördermitteln. Die Spannweite reicht vom Ensemble Resonanz bis zum Jewish Chamber Orchestra. Das Budget hat sich allerdings im Vergleich zur ersten Auflage mehr als halbiert.

08.08.2022 15:13 • von
Kann mit Fördergeldern aus dem Kulturhaushalt planen: Das Hamburger Ensemble Resonanz, hier im resonanzraum auf St. Pauli (Bild: Tobias Schult)

In der vierten Runde des Programms Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland kommen 16 Klangkörper in den Genuss von Fördermitteln. Die Spannweite reicht dabei vom Ensemble Resonanz über das Freiburger Barockorchester oder die lautten compagney Berlin bis zum Jewish Chamber Orchestra.

Das Team von Kulturstaatsministerin Claudia Roth, das die Namen der mit frischen Mitteln bedachten Klangkörper am 8. August 2022 verkündete, will mit dem Programm "Orchester und Ensembles darin unterstützt, innovative Arbeitsweisen und Programme sowie Projekte der kulturellen Bildung und der Diversität zu realisieren", wie es aus berlin heißt: "Viele Orchester und Ensembles in Deutschland möchten mit innovativen Projekten unsere Musikkultur weiterentwickeln und auf wichtige gesellschaftliche Themen wie Nachhaltigkeit und Diversität reagieren", sagt Claudia Roth dazu. Dafür würden aber häufig die finanziellen Mittel fehlen. "Genau da setzen wir als Bundesregierung an: Mit unserem Förderprogramm schaffen wir die dringend benötigten Freiräume - sowohl für freie als auch für öffentlich finanzierte Orchester." Das Programm sei damit "ein wichtiger Beitrag zur Zukunftssicherung unser traditionsreichen, vielfältigen und lebendigen Orchesterkultur".

Das Budget des Programms hat sich allerdings im Vergleich zur ersten Auflage mehr als halbiert. So stehen für die vierte Runde des Programms Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland noch Mittel in Höhe von 4,8 Millionen Euro aus dem Bundeskulturhaushalt zur Verfügung, die einzelnen Fördersummen können jeweils bis zu 400.000 Euro betragen. Bei der ersten Auflage des Förderprogramms erhielten 2017 noch 31 Projekte öffentlich finanzierter Orchester Gelder; die damalige Kulturstaatsministerin Monika Grütters schüttete aus ihrem Haushalt insgesamt rund 11,1 Millionen Euro an Unterstützungen aus.

Text: Knut Schlinger