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The Changency testet Seeed auf Nachhaltigkeit

Ihre Konzerte im August stellt die Berliner Band Seeed für eine Studie zur Verfügung. Die Nachhaltigkeitsagentur The Changency hat das Projekt "Plant a Seeed" initiiert. Als wissenschaftlicher Partner ist die Berliner Hochschule für Technik mit an Bord.

05.08.2022 12:18 • von Jonas Kiß
Kooperieren mit The Changency: Seeed (Bild: Carsten Göke)

Ihre fünf ausverkauften Konzerte in der Berliner Wuhlheide vom 9. bis 14. August 2022 stellt die Berliner Band Seeed für eine Studie zur Verfügung. Die Nachhaltigkeitsagentur The Changency hat das Projekt "Plant A Seeed" initiiert. Als wissenschaftlicher Partner ist die Berliner Hochschule für Technik mit an Bord.

Das Projekt habe laut der Agentur Innovationscharakter, denn bislang gebe es in Deutschland "keine wissenschaftlichen Daten über den Einfluss von Großkonzerten auf die Umwelt oder darüber, welche Maßnahmen den negativen Einfluss minimieren". Pro Tag wird ein anderer Bereich der Nachhaltigkeit in den Fokus gestellt: Soziale Nachhaltigkeit, Konsum & Beschaffung, Ernährung, Mobilität sowie Ressourcen und Klima. "Plant A Seeed" soll "Erkenntnisse für die ganze Branche" schaffen.

"Mit fünf ausverkauften Konzerten am selben Ort mit derselben Band direkt nacheinander besteht die einmalige Möglichkeit, unter Quasi-Laborbedingungen im Feld, Einflussfaktoren einzeln beeinflussen, messen und vergleichen zu können. Solche Daten existieren bislang nicht", erklärt Prof. Thomas Sakschewski von der Berliner Hochschule für Technik.

Seeed selbst sagen: "Mit großer Band durch die Gegend fahren und große Konzerte spielen, ist der beste Job der Welt - aber nicht gerade klimaschonend und nachhaltig. Wo wir da selbst ansetzen können, hatte uns schon beschäftigt. Kleinigkeiten wie Wasserspender im Backstage, vegetarisches Catering und so weiter konnten relativ problemlos umgesetzt werden. Als dann The Changency auf uns zukam, war das für uns der absolute Glücksfall!"

Sarah Lüngen, Gründerin The Changency, freut sich, dass Seeed das Projekt unterstützen: "Es ist wichtig, dass auch Künstler*innen dieser Größenordnung sich dem Thema annehmen, damit wir die Transformation aktiv mitgestalten können."

Laut Katrin Wipper, ebenfalls Gründerin The Changency, werde bislang im Bereich Nachhaltigkeit "viel nach Bauchgefühl gearbeitet", daher sei es extrem hilfreich, "dass Seeed gleich fünf ihrer Shows zur Verfügung stellen, um erstmals Daten zu den Umweltauswirkungen von Großkonzerten zu generieren".