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Live Nation erzielt Rekordzahlen im zweiten Quartal

Im zweiten Quartal erzielte Live Nation ein Adjusted Operating Income (AOI) von 479,6 Millionen Dollar - das sind 50 Prozent mehr im Vergleich mit dem Zeitraum im Vor-Corona-Jahr 2019. Ähnliche Zuwächse meldet der Konzern auch bei Umsatz, Zuschauerzahlen und Wert der Tickets.

05.08.2022 11:04 • von Dietmar Schwenger
Meldet Rekordzahlen fürs zweite Quartal 2022: Michael Rapino, CEO Live Nation (Bild: Stella Pictures, Imago)

Im zweiten Quartal 2022 erzielte Live Nation ein Adjusted Operating Income (AOI) von 479,6 Millionen Dollar - das sind 50 Prozent mehr im Vergleich mit dem Zeitraum im Vor-Corona-Jahr 2019. Ähnliche Zuwächse meldet der Konzern auch bei Umsatz, Zuschauerzahlen und Wert der Tickets. So stieg der Umsatz - wieder im Vergleich mit dem zweiten Quartal des Jahres 2019 - um 40 Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar.

Bei den 12.500 Konzerten im zweiten Quartal zählte Live Nation 33,5 Millionen Fans - beide Kenngrößten liegen 20 Prozent über dem vorpandemischen Level. Die Zahl der Menschen, die von Live Nation betriebene Spielstätten besucht haben, kletterte um 13 Prozent auf nunmehr gut 14 Millionen. Der Ticketwert erhöhte sich um 48 Prozent auf 77 Millionen - das ist ein Zuwachs um gar 76 Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar, wenn man als Bezugsgröße wieder das zweite Quartal 2019 heranzieht.

Drei Viertel des Wachstums rührt von Konzerten her, bilanziert das Unternehmen. Die Gesamtumsätze vom autorisierten Zweitmarkt bei Ticketmaster verdoppelten sich im Vergleich mit dem vorpandemischen Quartal. Die gestiegenen Ticketumsätze kommen auch vom dynamischen Ticketing, das bei Bruce Springsteen jüngst für Schlagzeilen sorgte, als Ticketpreise auf diese Weise 5000 Dollar erreichten.

"Bei den meisten Tourneen sind marktbasierte Preise größtenteils akzeptiert, deswegen erwarten wir in diesem Jahr eine Verlagerung von gut 500 Millionen Dollar vom Zweitmarkt zu den Artists", sagt Michael Rapino, CEO Live Nation. "Damit unterstützen wir weiterhin diejenigen, die Konzerte erschaffen, und stellen sicher, dass sie davon profitieren."

Gleichzeitig betrage der durchschnittliche Eintrittspreis lediglich 33 Dollar - zehn Prozent mehr als 2019 -, wie Rapino betont. Das geht einher mit der Inflation, die in den USA die höchste seit vier Jahrzehnten ist. Trotzdem würden Musikfans nun beweisen, dass sie willens sind, Geld für Livemusik auszugeben. Vor Ort in den Hallen geben 20 Prozent mehr aus als 2019, in den von Live Nation betriebenen Amphitheatern gar 30 Prozent mehr. Positive Zahlen meldet Live Nation auch beim Sponsoring. Bei Festivals verdoppelten sich die Sponsoring-Einnahmen im Vergleich mit dem Zeitraum im Jahr 2019.

Auf das restliche Jahr und auch auf 2023 blickt Live Nation mit viel Optimismus. Der Konzern verweist darauf, dass man im Jahr 2022 bislang mehr als 100 Millionen Tickets verkauft habe - mehr als im Kalenderjahr 2019 insgesamt. Die Zahl der Konzertbuchungen im Jahr 2022 ist wieder im Vergleich mit 2019 um 30 Prozent gestiegen. "Für 2023 haben wir die vollste Artist Pipeline überhaupt. Die Nachfrage bleibt stark, mit kontinuierlichen Zuwächsen bei Ticketkäufen und Ausgaben vor Ort. Und angesichts unserer langfristigen Vereinbarungen haben wir unsere Sponsoringziele für das laufende Jahr bereits erreicht", führt Rapino aus.