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Believe steigert Wachstumstempo

Zum Halbjahr verbucht Believe prozentual zweistellige Zuwächse bei Umsätzen und Vorsteuergewinnen. CEO Denis Ladegaillerie schraubt zudem die Prognose fürs Gesamtjahr rauf. Auch im deutschen Markt ging es dynamischer voran als noch im ersten Quartal.  

03.08.2022 18:24 • von
Sieht Believe strategisch auf Kurs: CEO Denis Ladegaillerie (Bild: Anis Martin, cocarde.co)

Zum Halbjahr verbucht Believe prozentual zweistellige Zuwächse bei Umsätzen und Vorsteuergewinnen. Das zeigt die Zwischenbilanz, die das börsennotierte Unternehmen am 3. August 2022 zu Handelsschluss an der Pariser Euronext vorlegte.

Konzernweit legte Believe demnach im ersten Halbjahr 2022 ein Umsatzplus in Höhe von 35,4 Prozent auf 352,2 Millionen Euro vor. Das organische Wachstum lag bei 35,6 Prozent.

Rauf ging es auch beim Vorsteuergewinn: Das sogenannte Adjusted EBITDA wuchs von noch 34,8 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2021 um 36,4 Prozent auf nunmehr 47,5 Millionen Euro. Operativ allerdings rangiert Believe erneut im Minus: Hier weist der Konzern mit Verlusten von 11,3 Millionen Euro aber eine besser Bilanz aus als mit dem Minus von noch 14,4 Millionen Euro aus den ersten sechs Monaten des Vorjahres.

Für 2022 schraubt Believe-CEO Denis Ladegaillerie nun zudem die Erwartungen rauf. Rechnete man in Paris zuletzt noch mit einem organischen Wachstum um rund 20 Prozent fürs Gesamtjahr, so sollen es nun Zuwächse von 29 Prozent sein: "Trotz der herausfordernden wirtschaftlichen und weltpolitischen Rahmenbedingungen war unser organisches Wachstum im ersten Halbjahr stärker als im Vorjahr", bilanzierte Denis Ladegaillerie bei der Präsentation der Halbjahreszahlen. Fürs zweite Halbjahr gehe man nun davon aus, den soliden Kurs halten zu können.

Auch im deutschen Markt ging es zum Halbjahr dynamischer voran als noch im ersten Quartal. Hatte Believe hierzulande für den Zeitraum von Anfang Januar bis Ende März noch Zuwächse um 10,5 Prozent melden können, so ging es in den sechs Monaten bis Ende Juni nun um 13 Prozent bergauf auf Einnahmen in Höhe von 53,9 Millionen Euro. Allein im zweiten Quartal lag das Plus bei 15,5 Prozent.

Konzernweit entfällt ein Umsatzanteil von 15,3 Prozent auf den deutschen Musikmarkt.

"In Verbindung mit der Expertise unserer Teams sind wir auch hier in Deutschland hervorragend positioniert und erzielen mit etablierten Acts wie Milky Chance, Miksu & Macloud oder frischen Aufsteigern wie Theo Junior enorme Erfolge", kommentiert Thorsten Freese als CEO Believe Group Germany die Entwicklung.

Besonders im Digitalbereich, wo zum Beispiel die 2021 zu Believe gewechselten Milky Chance im Juli mit dem Hit "Stolen Dance" die Marke von einer Milliarde Spotify-Streams durchbrachen, verweist Freese auf eine starke Performance der lokalen Teams: "Die vorgelegten Zahlen bestärken uns und zeigen, dass die zuletzt erfolgten strategischen Anpassungen wirksam sind. Wir sind auf den Pfad einer guten digitalen Performance eingebogen und outperformen den deutschen Markt inzwischen deutlich." Diesen Weg wolle man "konsequent weiter verfolgen".

Text: Knut Schlinger