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Kasalla sagen Tournee ab

Kürzlich sammelten Kasalla ihr erstes Gold ein, stiegen auf Platz zehn in die Charts ein und mussten einen Festivalauftritt wegen zu großen Zuschauergedränges abbrechen. Eigentlich gute Vorzeichen für weitere Erfolge, doch ihre ab September geplante Tour muss die Band nun absagen. Grund sei der Kartenverkauf.

03.08.2022 16:47 • von
Führen unter anderem mangelnde Vorverkäufe für die Absage ihrer Tour an: Kasalla (Bild: Ben Wolff)

Erst kürzlich sammelten Kasalla ihr erstes Gold ein und stiegen wenig später mit dem Album "Rudeldiere" auf Platz zehn in die Offiziellen Deutschen Charts ein. Ein Auftritt der Kölner Band beim Parookaville mussten die Veranstalter:innen sogar wegen zu großen Zuschauergedränges vorzeitig abbrechen.

Eigentlich klingt das nach guten Vorzeichen für weitere Erfolge, doch ihre unter Ägide der Peter Rieger Konzertagentur ab Mitte September geplante Tournee muss die Band nun absagen. Grund sei der Kartenverkauf. "Oder eben der fehlende", wie es in einem Statement heißt: "Wir haben lange gerungen, wollten es irgendwie möglich machen, aber am Ende mussten wir der Realität in die Augen schauen. Die 'Rudeldiere'-Tour 22/23 wird leider nicht stattfinden können."

Man sei sich bewusst gewesen, "in einen schon enorm vollen Veranstaltungskalender" hinein zu buchen, teilen Kasalla mit. Auch sei es "so absurd", nun "aus einem ausverkauften Stadion und einer Top-10-Album-Platzierung heraus so eine bittere und uns das Musikherz brechende Botschaft" senden zu müssen: "Aber wir sind wohl nicht die Einzigen, denen es gerade so ergeht, weite Teile der Branche und so viele KollegInnen stehen vor ähnlich schweren Entscheidungen."

Bei Kasalla verweist man unter anderem auf den Krieg "und seine auch wirtschaftlich gravierenden Folgen" oder "eine enorme Veranstaltungsdichte" sowie "in die Höhe schnellende Produktionskosten" die "viele Touren schlicht nicht durchführbar" machen würden. "Und wir sind nun ebenfalls betroffen."

Da es nicht möglich gewesen sei, die Tour in Gänze zu verschieben, sollen Karten nun bei den jeweiligen VVK-Stellen zurückgegeben werden können.

Die Tournee hätte in einem ersten Teil am 12. September in der Frankfurter Batschkapp starten und über 20 Stationen bis zum 7. Oktober ins Karlsruher Tollhaus führen sollen - samt Abstechern nach Prag, Wien, Zürich und Luxemburg; für März und April 2023 waren zunächst sechs weitere Auftritte geplant, unter anderem auch in Belgien und den Niederlanden, weswegen das Projekt auch als Europatournee beworben wurde.

Text: Knut Schlinger