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Roba Music übernimmt Gerig Musikverlage

Im deutschen Musikverlagsgeschäft kam es kürzlich zu einem Zusammenschluss: Roba Music Publishing hat dabei mit Unterstützung eines Investors die Werke der Musikverlagsgruppe Hans Gerig übernommen. Den Deal bestätigte Roba nun am 1. August.

01.08.2022 10:56 • von
Hat passend zum anstehenden Oktoberfest den "Skandal im Sperrbezirk" im Portfolio: Roba-Geschäftsführer Christian Baierle (Bild: Roba Music)

Im deutschen Musikverlagsgeschäft kam es kürzlich zu einem Zusammenschluss: Roba Music Publishing aus Hamburg hat dabei mit Unterstützung eines Investors, dem AP Music Royalties Fund, die Werke der in Bergisch-Gladbach anässigen Musikverlagsgruppe Hans Gerig übernommen. Den Deal bestätigte Roba nun am 1. August 2022.

In einer Mitteilung loben die Hamburger Gerig als "bekannten Traditionsverlag": Die 1946 gegründete deutsche Musikverlagsgruppe bestehe aus über 20 eigenen und administrierten Musikverlagen, deren Katalog "rund 30.000 Songs und tausende von Leistungsschutzrechten" umfasse.

"Unter den vertretenen eigenen und administrierten Werken sind so bekannte Pop-Rock-Songs wie 'Verdamp lang her' oder DDR-Hits wie 'Über sieben Brücken musst Du gehen', 'Der blaue Planet', 'Melodie D'amour' oder 'Du hast den Farbfilm vergessen'", zählt man bei Roba auf. Zudem sei Gerig stark aufgestellt in den Segmenten Karneval ("Drink doch eine met", "Mer Losse der Dom In Kölle", "In unserem Veedel" oder "Der Treue Husar"), Partymusik ("Johnny Däpp", "Heute fährt die 18 bis nach Istanbul") oder Rock/Oktoberfest ("Skandal im Sperrbezirk", "Schickeria"). Im Bereich Schlager vertrete Gerig bekannte Melodien wie "Immer wieder Sonntags", "Pigalle" oder "Schön ist es auf der Welt zu sein" oder in der Volksmusik mit Evergreen-Melodien wie "Aus Böhmen kommt die Musik" "Wo der Wildbach rauscht" oder dem "Rennsteiglied".

"Führende deutschsprachige MusikerInnen aus unterschiedlichen Jahrzehnten" hätten Gerig-Songs interpretiert, darunter Freddy Quinn, Peter Alexander, Bill Ramsey oder Hazy Osterwald über Gus Backus, Catarina Valente, Heintje oder Roy Black weiter zu Nina Hagen, Peter Maffay, Karat, Spider Murphy Gang und BAP bis zu DJ Oetzi, Jürgen Drews und Ikke Hüftgold.

Roba Music wurde 1969 von Rolf Baierle in Hamburg gegründet und wird von Managing Director ­Christian Baierle geleitet. In der Verlagsauswertung der Offiziellen Deutschen Singlescharts in der KW29 erreichte Roba Music zuletzt einen Marktanteil von zwölf Prozent, unter anderem Dank "Layla" von DJ Robin und Schürze.

Text: Knut Schlinger