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Amazon steigert Subscription-Einnahmen

Amazons Abonnement-Umsätze, die unter anderem Prime enthalten, stiegen im zweiten Quartal um zehn Prozent. Die Einnahmen aus dem transaktionalem Online-Geschäft sanken dagegen.

29.07.2022 00:24 • von Jörg Rumbucher
Am 2. September startet Amazons "Herr der Ringe"-Serie (Bild: Amazon Studios)

Amazons Subscription-Geschäft (ohne Amazon Web Services) stieg im zweiten Quartal 2022 auf 8,716 Mrd. Dollar. Dies entspricht einem Zuwachs von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Q2 2021: 7,9 Mrd. Dollar). Das gab das Unternehmen nachbörslich am 28. Juli bekannt. Die Abonnement-Umsätze umfassen die Prime-Mitgliedschaften (inklusive Prime Video) sowie u.a. Hörbücher, E-Books und Musik.

Außerdem meldete Amazon einen Onlinestore-Umsatz von 50,855 Mrd. Dollar; ein Rückgang um vier Prozent gegenüber Vorjahr. In diesem Segment sind alle Medienprodukte enthalten, die physisch oder digital verkauft werden.

Zu den Quartals-Highlights zählt der Konzern, dass Prime Video mit 30 Emmy-Nominierungen bedacht wurden Zu den Prime-Nominierungen "The Marvelous Mrs. Maisel", "Lucy und Desi", "Lizzo's Watch Out for the Big Grrrls", "The Academy of Country Music Awards", "The Boys Presents: Diabolical", "Goliath", "Savage X Fenty Show" und "A Very British Scandal".

Mit dem Debüt der dritten Staffel habe die Serie "The Boys" ihre Zuschauerzahlen weiter ausweiten können. An seinem Premierenwochenende hat das Emmy-nominierte Superhelden-Drama seine weltweiten Zuschauerzahlen um 234 Prozent gegenüber der ersten Staffel und um 17 Prozent gegenüber der zweiten Staffel gesteigert. Außerdem weist Amazon gezielt auf "Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht" hin: Die vermutlich aktuell teuerste Serie im internationalen Streaminggeschäft startet am 2. September auf Prime Video in 240 Ländern und Territorien und 33 verschiedenen Sprachen. Amazon hatte zuletzt in europäischen Märkten die Preise für Prime-Abos erhöht. Einzelne Expertenvermuten, dass die dies auch mit der "Herr der Ringe"-Serie zu tun haben könne.

Der werbefinanzierte, kostenlose Streaming-Dienst Amazon Freevee erhielt seinen ersten großen Preis für "Judy Justice" mit Richterin Judy Sheindlin in der Hauptrolle, der mit einem Daytime Emmy ausgezeichnet wurde. Freevee präsentierte außerdem drei neue Originalserien, darunter"Bosch: Legacy".

Der Gesamtumsatz stieg im zweiten Quartal um sieben Prozent auf 121,2 Mrd. Dollar. Allerdings bilanzierte Amazon einen Nettoverlust von 2,0 Mrd. Dollar, der aus Werteinbußen einer Beteiligung am Elektroautohersteller Rivian resultiert.