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Universal Music zum Halbjahr im Plus

Kurz nach Handelsschluss an der Euronext in Amsterdam legte die Universal Music Group am 27. Juli 2022 ihre Zahlen fürs zweite Quartal und die ersten sechs Monate des laufenden Jahres vor. Chairman & CEO Lucian Grainge hatte dabei unter anderem prozentual zweistellige Zuwächse bei den Umsätzen und Vorsteuergewinnen fürs erste Halbjahr im Gepäck.

27.07.2022 18:28 • von
Berichtet von einer "starken Performance" über alle Unternehmensbereich hinweg: Lucian Grainge, Chairman & CEO Universal Music (Bild: Universal Music)

Kurz nach Handelsschluss an der Euronext in Amsterdam legte die Universal Music Group am 27. Juli 2022 ihre Zahlen fürs zweite Quartal und die ersten sechs Monate des laufenden Jahres vor. Chairman & CEO Lucian Grainge hatte bei der Vorlage der Bilanz unter anderem prozentual zweistellige Zuwächse bei den Umsätzen und Vorsteuergewinnen fürs erste Halbjahr im Gepäck.

Im Zeitraum von Anfang Januar bis Ende Juni erzielte Universal Music demnach konzernweite Umsätze in Höhe von 4,734 Milliarden Euro, was um Wechselkursschwankungen bereinigt ein Umsatzplus von 16,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet. Parallel wuchsen die EBITDA-Vorsteuergewinne um elf Prozent auf 825 Millionen Euro, die operativen Gewinne kletterten um 6,7 Prozent auf 765 Millionen Euro. Unterm Strich erzielte der Musikkonzern schließlich - bereinigt um Entwicklungen zum Beispiel in Hinblick auf Beteiligungen an Spotify oder Tencent Music Entertainment - ein angepasstes Nettoergebnis in Höhe von 763 Millionen Euro. Der Vergleichswert aus dem ersten Halbjahr 2021 wies hier noch Erträge in Höhe von 578 Millionen Euro aus.

Lucian Grainge verwies angesichts einer "starken Performance" in den verschiedenen Bereichen auf die erfolgreiche Partnerschaft des Unternehmens mit seinen Künstler:innen - "sowohl neuen als auch den etablierten" - in den Musikmärkten auf aller Welt: "Das umfangreiche Wachstum, das wir bei UMG erzielen, belegt den Erfolg unserer Strategie, unterstreicht zudem die Stärke und Widerstandsfähigkeit des Unternehmens sowie unsere Fähigkeit, sowohl für unsere Künstler:innen als auch für unsere Aktionär:innen etwas zu leisten."

Passend dazu lobt Universal Music nun zum Halbjahr eine Dividende von 0,24 Euro pro Aktie aus, zusammen eine Summe in Höhe von 435 Millionen Euro. Allein fürs zweite Quartal weist Universal Music derweil Umsätze in Höhe von 2,535 Milliarden Euro aus, was bereinigt um Währungseffekte einem Plus von 17,3 Prozent entspricht. Die EBITDA-Vorsteuergewinne wuchsen um 8,3 Prozent. Unter den Top-Acts für diesen Dreimonatszeitraum listet Universal Music auch die deutsche Formation Rammstein auf, an dritter Stelle nach BTS aus Südkorea und King & Prince aus Japan.

Im Bereich Recorded Music nahm Universal Music im ersten Halbjahr 3,643 Milliarden Euro ein - währungsbereinigt ein Umsatzplus in Höhe von 10,1 Prozent. Allein aus dem Abogeschäft im Streamingmarkt flossen Einnahmen in Höhe von 1,866 Milliarden Euro an den Konzern, 16,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wobei damals noch Nachzahlungen mit in die Bilanz eingingen. Rechnet man diesen Nachschlag heraus, hätte das Plus im nun abgelaufene Halbjahr laut Unternehmensangaben bei 19,4 Prozent gelegen.

Zuwächse gab es aber auch beim Verkauf von Tonträgern, wo eine starke Vinyl-Nachfrage die Umsätze im physischen Bereich im ersten Halbjahr um währungsbereinigte 13,4 Prozent anschob.

Das EBITDA des Plattenfirmenarms wuchs in den ersten sechs Monaten um knapp sieben Prozent auf 842 Millionen Euro.

Im Bereich Music Publishing nahm Universal Music derweil binnen sechs Monaten 851 Millionen Euro ein, um Wechselkurseffekte bereinigt ein Umsatzsprung um 42,1 Prozent; Sondereffekte herausgerechnet hätte das Plus bei immerhin noch 18 Prozent gelegen.

Text: Knut Schlinger