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Marteria macht BMG zu seiner Labelheimat

Der unter den Namen Marteria und Marsimoto aktive Marten Laciny dockt mit seinem eigenen Label Marmusic bei BMG an - für Marteria der erste neue Label-Deal seit 2008.

25.07.2022 15:58 • von
Tankten ein bisschen Street Credibility: Marteria (5. von links) mit dem BMG-Team und seinem Management (Bild: Bastian Bochinski)

Der unter den Namen Marteria und Marsimoto aktive Marten Laciny dockt mit einem eigenen Label bei BMG an - für Marteria der erste neue Label-Deal seit 2008. Damals hatte der Rapper bei Four Music unterschrieben, und die Zusammenarbeit mit dem Sony-Music-Label unter anderem 2015 vorzeitig verlängert.

Die frisch vereinbarte Partnerschaft zwischen Marteria und BMG soll nun "die Veröffentlichung seiner kommenden Alben" abdecken und umfasse auch eventuelle neue Aktivitäten unter dem Namen Marsimoto, wie MusikWoche auf Nachfrage erfuhr.

"Ich freue mich darauf, mit meinem neugegründeten Label MARMUSIC die Zusammenarbeit mit der BMG zu starten", kommentiert der einst in der Jugend von Hansa Rostock und in der U17 des DFB auch als Fußballer aktive Künstler selbst den Abschluss. "Ständige Weiterentwicklung und der Drang, Neues zu gestalten, sind Kern meiner künstlerischen Identität, dafür brauche ich frische Impulse und das richtige Team. Die Entscheidung für die BMG ist ein weiterer Schritt in diese Richtung."

Mit seinen Alben "Zum Glück in die Zukunft" (2010), "Zum Glück in die Zukunft II" (2014), "Rosswell" (2017) und "Fünfte Dimension" (2021) schaffte es Marteria jeweils in die Top 10 der Offiziellen Deutschen Charts, verbuchte Gold- und Platin-Erfolge und sammelte Auszeichnungen - unter anderem mit den Echo, den Deutschen Musikautor:innenpreis, den Preis für Popkultur oder die 1Live Krone. Unter dem Namen Marsimoto veröffentlichte der aus Rostock stammende Rapper zudem die Alben "Halloziehnation" (2006), "Zu zweit allein" (2008), "Grüner Samt" (2012), "Ring der Nebelungen" (2015) und "Verde" (2018).

"Marteria hat keine Angst davor, sich immer wieder neu zu erfinden", weiß bei BMG auch Feline Moje, Senior Director Recorded Music GSA: "So hat er es über die Jahre hinweg immer geschafft, relevant zu bleiben." Mit seiner kreativen Unabhängigkeit würden Marteria und sein Team "ganz großartig zu BMG" passen.

Maximilian Kolb, der bei BMG als Executive Vice President Repertoire & Marketing Continental Europe fungiert, steuert ebenfalls ein Statement bei: "Nachdem sich unsere Wege im Laufe der Jahre immer wieder gekreuzt haben, freuen wir uns, den nächsten Abschnitt seiner Reise gemeinsam mit Marten zu bestreiten und eng mit ihm und seinem Team zusammenzuarbeiten." Für Kolb ist klar: "Dass sich ein einzigartiger Künstler wie er für BMG entschieden hat, ist ein klarer Beweis, wie stark unser Team und unsere Position im Markt heute ist."

Den Deal besiegelten (von links): Lüder Castringius (BMG), Viktoria Riek (BMG), Sara Torchani (Management), Maximilian Kolb (BMG), Marteria, Feline Moje (BMG), Klaus Bölitz (Management), Désirée Steffen (Management), Tobi Regel (Management) und Rocco Wolff (BMG).

Text: Knut Schlinger