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Kobalt im Vertragszwist mit Facebook und Instagram

Bei Facebook hatte man einst viel Arbeit investiert, um ein großes musikalisches Rechtepaket zu schnüren. Die Freundschaft zwischen Kobalt und dem Meta-Konzern mit seinen Plattformen Facebook und Instagram scheint indes inzwischen merklich abgekühlt zu sein.

25.07.2022 11:07 • von
"Built For Creators": Vertragsverhandlungen zwischen Kobalt und Meta kamen zuletzt offenbar zu keinem Ergebnis, nun droht das Musikunternehmen mit dem Abzug der von ihm vertretenen Werke (Bild: kobaltmusic.com, Screenshot)

Bei Facebook hatte man einst viel Arbeit investiert, um ein großes musikalisches Rechtepaket zu schnüren. Nacheinander schloss der Konzern Lizenzdeals mit Musikunternehmen wie der Universal Music Group, Sony Music Publishing, der Warner Music Group oder auch der ICE-Lizenzplattform von GEMA, PRS und STIM. Die Freundschaft zwischen Kobalt und dem Meta-Konzern mit seinen Plattformen Facebook und Instagram scheint indes inzwischen merklich abgekühlt zu sein.

So will Kobalt die Werke der Autor:innen, die man im Verlagsbereich vertritt, zumindest von den Meta-Diensten in den USA abziehen, wie zunächst "Music Business Worldwide" mit Verweis auf einen rund 700.000 Songs starken Katalog und eine entsprechende Rundmail des Unternehmens an seine Partner:innen aus dem Kreativbereich berichtete. Das US-Branchenblatt "Variety" ließ sich den Vorgang immerhin von einer Kobalt-Sprecher:in bestätigen.

Man habe über einige Monate hinweg lösungsorientiert über einen neuen Lizenzvertrag verhandelt, zitieren beide Quellen, schlussendlich aber sei es im Interesse der Autor:innen nicht möglich gewesen, fundamentale Differenzen zu überwinden.

Text: Knut Schlinger