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MusicWatch schaut jungen Vinyl-Käufern auf die Finger

Marktforscher Russ Crupnick von MusicWatch hat sich in einer Umfrage die jüngere Vinyl-Kundschaft und ihre Motivation genauer angesehen. Rund ein Drittel, so lautet eine Erkenntnis der Studie "Revelations About The Vinyl Revolution", greife zu Vinyl, um die Kreativschaffenden zu unterstützen.

21.07.2022 14:33 • von
Kleinteiliges Bild: ausgewählte Ergebnisse der Studie "Revelations About The Vinyl Revolution" von MusicWatch (Bild: musicwatchinc.com/blog, Screenshot)

Erst kürzlich hatten die Chartsermittler von Luminate in ihrer Halbjahresbilanz 2022 beim Vinyl im US-Musikmarkt einen Trend hin zum Verkauf frischer Veröffentlichungen beobachtet, angeschoben unter anderem von Käufer:innen aus der Gen Z. Marktforscher Russ Crupnick von MusicWatch hat sich in einer Umfrage die jüngere Vinyl-Kundschaft und ihre Motivation nun etwas genauer angesehen.

Rund ein Drittel, so lautet eine Erkenntnis der Studie "Revelations About The Vinyl Revolution", greife zu Vinyl, um die Kreativschaffenden zu unterstützen, ein Viertel habe die Musik zuvor bei Streamingdiensten gehört. 37 Prozent wollen LPs bloß vorzeigen können, immerhin 78 Prozent aber hören sich die Schallplatten auch an - oder wollen es zumindest einmal tun. Mehr als die Hälfte gibt passend dazu an, im Laufe des kommenden Jahres in die eigene Audio-Ausrüstung investieren zu wollen. Crupnick sieht die LPs hier "zwischen Bilderrahmen und Plattennadel" wandern.

Der Marktforscher, der gut zehn Jahre zuvor und damals noch in Diensten der NPD Group schon einmal den Tod der CD ausgerufen hat, stellt erste Einblicke in seine im März 2022 online durchgeführte Umfrage unter 1200 Vinyl-Käufern oder -Hörern in zwei Blogbeiträgen (hier und hier) vor.

Text: Knut Schlinger