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Quartalsauswertung: Rammstein rücken Universal ­weiter nach vorn

Um zehn Prozentpunkte legt Universal Music im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum bei der Albumwertung zu. Während Sony Music und Warner Music Longplay-Chartsanteile abgeben müssen, bleibt der Wert von Believe/GoodToGo stabil.

21.07.2022 16:18 • von Dietmar Schwenger
Verhelfen Universal Music zu hohen Chartsanteilen im ersten Halbjahr: Rammstein (Bild: Andreas Waldschütz)

Um zehn Prozentpunkte legt Universal Music im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum bei der Albumwertung zu. Während Sony Music und Warner Music Longplay-Chartsanteile abgeben müssen, bleibt der Wert von Believe/GoodToGo stabil.

Universal Music führt in der GfK-Chartsauswertung das Longplay-Segment im ersten Halbjahr 2022 mit einem Marktanteil von 48,82 Prozent deutlich an - nach 38,2 Prozent im Vorjahr. Zum Erfolg des Majors im laufenden Jahr haben Rammstein mit ihrem Album "Zeit" beigetragen, das allein innerhalb der ersten sieben Tage über 160.000 Verkäufe generierte. Mit Titeln von Abba, SDP und Cro sowie dem "Encanto"-Soundtrack tummeln sich zudem weitere vom Weltmarktführer vermarktete Veröffentlichungen in den Top 10 der erfolgreichsten Acts im ersten Halbjahr, die zum guten Abschneiden beigesteuert haben.

Auf Rang zwei der Albumwertung folgt Warner Music mit 18,97 Prozent. Die Hamburger müssen einen Rückgang hinnehmen, nachdem sie im Vorjahr noch bei 24,91 Prozent standen. Ähnliches gilt für Sony Music, die nach 19 Prozent im Vorjahr sich nun bei 15,38 Prozent eingependelt haben. Bemerkenswert in dem Zusammenhang ist, dass der Wert von Believe/GoodToGo so gut wie unverändert bleibt: Er fällt minimal von 9,26 Prozent auf nunmehr 9,17 Prozent an vierter Stelle. Kontor New Media/Edel schließt die Top 5 mit einem Anteil von 1,81 Prozent ab - ein Verlust im Vergleich mit den 2,46 Prozent des Vorjahres.

All diese Veränderungen bei den Alben haben indes wenig Auswirkungen auf das Verhältnis von Majors versus Indies: Betrug der Anteil der großen drei Konzerne im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres 82,11 Prozent, kletterte er in den ersten sechs Monaten auf 83,17 Prozent. Das erfolgreichste Indie-Label bleibt nach wie vor Telamo, das bei den Alben auf Position fünf hinter Rammstein, Columbia, Vertigo Berlin und Warner Music International steht.

Auch im Singles-Segment steht Universal Music nach Chartsanteilen im ersten Halbjahr mit Abstand ganz oben mit einem Anteil von 43,12 Prozent (Vorjahr: 42,13 Prozent). Sony Music bringt es nach 25,82 Prozent nun auf 26,30 Prozent, gefolgt von Warner Music mit 20,41 Prozent nach 22,64 Prozent im Vorjahr. Believe/GoodToGo stehen bei den Singles mit 5,86 Prozent an vierter Stelle (Vorjahr: 6,73 Prozent), und Kontor New Media/Edel mit 3,28 Prozent nach 2,16 Prozent im ersten Halbjahr 2021 wieder auf Platz fünf.

Unverändert blieb auch die Reihenfolge der Verlage gemessen am Anteil in den Singlescharts. Hier führt wie im ersten Halbjahr 2021 Warner Chappell Music klar das Feld an, wieder gefolgt von Sony Music Publishing, der Universal Music Publishing Group, BMG und Budde Music.

Text: Dietmar Schwenger, Jonas Kiss