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Charts: Dritte Nummer eins von Powerwolf

Die Metalband Powerwolf springt mit "The Monumental Mass: A Cinematic Metal Event", dem Dokument ihrer Livestreaming-Show von 2021, direkt auf Platz eins der deutschen Longplaycharts und verbucht hier ihren dritten Spitzenreiter. Cro kommt mit "Raop" aufgrund einer Neuauflage zum zehnjährigen Jubiläum des Albums auf Platz zwei. Bei den Singles verlängern DJ Robin & Schürze ihren Aufenthalt auf dem Chartsgipfel auf jetzt vier Wochen.

15.07.2022 16:02 • von Frank Medwedeff
In der deutschen Metalszene weit vorn: Powerwolf (Bild: Christian Ripkens)

Powerwolf springen mit "The Monumental Mass: A Cinematic Metal Event", der von Napalm Records in diversen Ton- und Bildtonträgerformaten veröffentlichten Aufzeichnung ihrer spektakulären, mit zahlreichen aufwändig inszenierten Filmsequenzen angereicherten Livestreaming-Show von 2021, direkt auf Platz eins der deutschen Longplaycharts. Die Metalband aus dem Saarland kann sich hier über ihren dritten Spitzenreiter freuen - nach "Preachers Of The Night" 2013 und "The Sacrament Of Sin" 2018. Powerwolf haben nunmehr sieben Werke unter die ersten Zehn der Top 100 Longplay gebracht und weisen, wie GfK Entertainment bestätigt, nunmehr eine Gesamtpräsenz von 61 Wochen in der Albumhitliste auf.

In "The Monumental Mass" wirken laut dem Label "alle Showeffekte, Schauspieler*innen und Locations Hand in Hand miteinander und bringen das Medium Livemusik auf ein nie zuvor dagewesenes Niveau".

Markus Riedler, Gründer und Eigentümer von Napalm Records, kommentiert: "Was für eine besondere Auszeichnung für diese Ausnahmeband und das Label! Powerwolf, ein Name in der Metal-Szene, der immer für Top-Qualität sorgt, und das Team von Napalm Records, das hier perfekt umsetzt und den Fans die Produkte liefert, die sie sich wünschen. Wir sind froh, dass die Band so treue Fans und Musikliebhaber hat, die die Qualität in Form eines hochwertigen physischen Produktes zu würdigen wissen. So etwas treibt Band und Label an, um weiter in Qualität zu investieren. Danke für diese tolle Unterstützung! Dank Euch dürfen wir solche Erfolge erst feiern."

Cro klettert mit "Raop" von 23 auf zwei aufgrund der frisch erschienenen "Anniversary Edition" zum zehnten Geburtstag des Albums in diesem Jahr. Wie GfK Entertainment bekräftigt, ist "Raop" mit einer Präsenz von 140 Wochen "das längstplatzierte HipHop-Album der deutschen Chartgeschichte".

Rammstein rutschen mit "Zeit" in dieser Woche von eins auf drei. Neu dabei auf Rang vier ist "Toast", ein besonderes Archivjuwel von Neil Young mit Crazy Horse. Marianne Rosenberg betritt die Szenerie mit "Diva", auf dem sie Klassiker bekannter Diven der Musikgeschichte interpretiert, auf Position fünf.

Ayliva platziert ihr Debütalbum "Weisses Herz" ad hoc auf Rang sechs; und an siebter Stelle debütiert der neue Longplayer von Journey, "Freedom".

Die restlichen Alben in den Top 10 müssen sich nach unten orientieren: So sinkt Harry Styles mit "Harry's House" von Platz drei der Vorwoche auf acht, "Alles aus Liebe - 40 Jahre Die Toten Hosen" rutscht von sieben auf neun und Andreas Gabaliers "Ein neuer Anfang" von acht auf zehn.

Im oberen Chartsdrittel tauchen noch zwei Neueinsteiger auf: "Lifestyles Of The Sick & Dangerous" von der finnischen Rockband Blind Channel auf dem 15. Platz sowie "Cave World" von den Viagra Boys (28).

Universal Music bleibt Champion der Vertriebe zu den Longplaycharts angesichts 45,4 Prozent Marktanteil. Nummer zwei ist Warner Music (22,9 Prozent) vor Sony Music (15,1 Prozent), Believe/GoodToGo (12,3 Prozent) sowie Kontor New Media/Edel (1,9 Prozent).

Mit ihrem Stimmungshit "Layla", in dem sie eine "Puffmutter" preisen, haben DJ Robin & Schürze auch massive Kritik für den vielfach als sexistisch empfundenen Songtext erfahren - das tut dem anhaltenden Erfolg des Stücks indes keinen Abbruch. "Layla" führt jetzt in der vierten Woche am Stück die Top 100 Singles der Offiziellen Deutschen Charts an.

Liaze verbessert sich mit "Paradise" von vier auf zwei. "Follow", eine Kollaboration von Kontra K, Sido und Leony, ist auf Rang drei höchster Neuzugang der Woche.

Von null auf vier schnellt Pashanim, dessen neuer Titel den Namen "Kleiner Prinz" trägt. Die Top 5 komplettiert Lucianos "Beautiful Girl", die Nummer zwei der vergangenen Woche.

Per Wochenanteil von 52,2 Prozent dominiert Universal Music auch im Segment Singles die Distributorenwertung deutlich. Sony Music (23,6 Prozent) sichert sich Rang zwei, worauf Warner Music (16,8 Prozent), Believe/GoodToGo (5,2 Prozent) und Kontor/Edel (2,2 Prozent) folgen.

In den deutschen Compilationcharts holen die "Ballermann Hits 2022", letzte Woche auf Rang zwei notiert, die Tabellenführung zurück. Ebenfalls um je einen Rang rauf rücken die "Bravo Hits 117" (von drei auf zwei) und "Die ultimative Chart Show - Die besten Sommer-Hits" (von vier auf drei).

Derweil ist hier kein einziger Neuzugang in den Top 30 auszumachen.

Universal Music ist bei den Compilations im Vertriebsranking anhand eines Marktanteils von 65,3 Prozent noch überlegener als in der Analyse der beiden Top-100-Listen. Dahinter belegen Warner Music (14,0 Prozent), Sony Music (12,0 Prozent), Kontor/Edel (5,1 Prozent) und MCP Sound & Media (2,6 Prozent) die Positionen zwei bis fünf.