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GEMA sieht MusicHub nach zwei Jahren "erfolgreich etabliert"

Nach zwei Jahren zieht die GEMA eine erste Zwischenbilanz des Projekts MusicHub. Die zusammen mit Zebralution entwickelte digitale Musikplattform kommt demnach bereits auf 6000 registrierte Nutzer:innen.

13.07.2022 11:18 • von
Freut sich über den "großen Anklang", den MusicHub bei Mitgliedern und in der Branche findet: Thimo Prziklang, Direktor Strategie und Entwicklung der GEMA (Bild: Sebastian Linder)

Nach zwei Jahren zieht die GEMA eine erste Zwischenbilanz des Projekts MusicHub. Die nach der Übernahme von Zebralution zusammen mit dem Digitalvertrieb entwickelte Musikplattform kommt demnach bereits auf 6000 registrierte Nutzer:innen und habe sich damit "zu einer wichtigen Adresse für Musikschaffende entwickelt, um ihrer Musik Gehör zu verschaffen und ihre Reichweite zu vergrößern", wie die Verwertungsgesellschaft mitteilt.

"Die Digitalisierung bestehender Angebote und die Entwicklung neuer digitaler Services gehören zu den strategischen Kernzielen der GEMA", bilanziert Thimo Prziklang, in dessen Zuständigkeit als Direktor Strategie und Entwicklung bei der GEMA auch MusicHub fällt. "Wir freuen uns über den großen Anklang, den dieses innovative Angebot bei unseren Mitgliedern und in der Branche allgemein findet. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir den Erfolg der vergangenen zwei Jahre gemeinsam mit unserem Partner Zebralution und den Nutzerinnen und Nutzern von MusicHub fortführen werden."

Auch bei der GEMA weiß man, dass der Markt der digitalen Musikdistribution zu den am schnellsten wachsenden Bereichen in der Musikindustrie zählt. "Virale Videos, soziale Netzwerke und die großen Musikplattformen Spotify, Apple Music und Amazon Music" hätten "nicht nur den Musikkonsum, sondern auch die Verbreitung von Musik verändert", heißt es aus München: "Um erfolgreich zu sein, kommen Musikschaffende an einer digitalen Distribution der eigenen Werke heute nicht mehr vorbei."

Mit MusicHub habe die GEMA in Zusammenarbeit mit ihrer Tochtergesellschaft Zebralution im Jahr 2020 eine digitale Plattform geschaffen, "die Musikschaffende dabei unterstützt, ihre Musik selbst zu organisieren, zu verwalten, und über Distributoren an die führenden Streaming-, Download-, und Social-Media-Plattformen zu verbreiten.

Zu den mehr als 6000 Nutzer:innen der Tochtergesellschaft würden nicht nur hauptberufliche Musikschaffende zählen, vielmehr spreche das Angebot auch Menschen an, "die ihre Musik nebenberuflich betreiben und vor allem regional auftreten und bekannt sind". Auch dieser Zielgruppe biete MusicHub die Chance, ihre Werke einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

"Wir entwickeln MusicHub ständig weiter und stehen dabei in engem Austausch mit den Nutzerinnen und Nutzern unseres Angebots", kommentiert der Zebralution-Mitbegründer Sascha Lazimbat, der bei MusicHub als CEO fungiert. "Von der zentralen Track Library aus werden bei uns Daten bereits heute nicht nur für die Distribution an DSPs, sondern auch für die Anmeldung der Werke bei der GEMA genutzt", berichtet Lazimbat "Weitere Tools und Services werden folgen, um Musikschaffenden eine umfassende Verbreitung und Vermarktung ihrer Werke und Aufnahmen über eine innovative und intuitiv zu bedienende Plattform zu erlauben."

Den damals noch in einer Erprobungsphase laufenden DIY-Werkzeugkasten hatte das MusicHub-Team unter anderem auf dem Reeperbahn Festival im September 2021 vorgestellt, auch in Abgrenzung zum Digitalvertriebsangebot von Zebralution. Bei der GEMA-Hauptversammlung im Mai 2022 berichtete dann Harald Heker als Vorstandsvorsitzender der Verwertungsgesellschaft, dass MusicHub inzwischen in den Regelbetrieb übergegangen sei und nun auch für Nichtmitglieder offen stehe.

Text: Knut Schlinger