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Neue Entscheidung im US-Tantiemenzwist

In der langjährigen Auseinandersetzung um die Höhe der Streamingtantiemen in den USA traf das dortige Copyright Royalty Board jüngst eine Entscheidung, die NMPA-President David Israelite als Erfolg für Musikautor:innen und Musikverleger:innen wertet.

04.07.2022 11:08 • von
Sieht Songwriter:innen und Musikverleger:innen auf dem Weg zu angemessenen Vergütungen für die Nutzung von Musik im Streamingmarkt: ein Tweet der NMPA zum jüngsten Spruch des CRBs (Bild: twitter.com/NMPAorg, Screenshot)

In der langjährigen Auseinandersetzung um die Höhe der Streamingtantiemen in den USA traf das dortige Copyright Royalty Board jüngst eine Entscheidung in Sachen Phonorecords III, die die National Music Publishers' Association (NMPA) ebenso wie deren President David Israelite via Twitter als Erfolg für Musikautor:innen und Musikverleger:innen wertet. Unterstützung findet diese Sichtweise unter anderem beim Branchenblatt "Variety", wo man den Spruch als "Big Win" für Rechteinhaber und die Songwriting Community bezeichnet.

So hatte die zuständige Regulierungsbehörde bereits Anfang 2018 entschieden, den Tantiemensatz nach oben zu schrauben, der Kreativschaffenden für die Nutzung von Musik über kostenpflichtige Streamingdienste zusteht. Demnach sollte der fällige Tantiemensatz für 2018 bei 11,4 Prozent des Umsatzes liegen und bis 2022 schrittweise auf dann 15,1 Prozent klettern. Der NMPA-Musikverlegerverband stufte das damals als die deutlichste Tariferhöhung in der bisherigen Geschichte des CRBs ein.

Allerdings hatten die Betreiber:innen von Diensten wie Spotify, Amazon Music, Google/YouTube oder Pandora Einspruch eingelegt.

In Hinblick auf die Höhe der Tantiemen blieb dieser Einspruch nun ohne Wirkung, allerdings verweist man beim US-Branchenblatt "Billboard" derweil darauf, dass auch die Betreiber:innen digitaler Musikangebote im Vergleich zur ursprünglichen Tarifempfehlung aktuell kleinere Erfolge verbuchen konnten, und zwar in Hinblick auf die Berechnung der den Tantiemen zugrundeliegenden Umsätzen.