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Studie sieht Eventindustrie durch steigende Kosten belastet

Eine Studie der fwd: Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft in Kooperation mit dem R.I.F.E.L. Research Institute for Exhibition and Live-Communication will aufzeigen, dass die Preissteigerungen die Lage der Eventindustrie dramatisch verschlechtern.

30.06.2022 13:12 • von Dietmar Schwenger
Befürchtet negative Auswirkungen der Preissteigerungen für die Event- und Messenbranche: Alexander Ostermaier von der fwd: Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft (Bild: Michael Ebert)

Eine Studie der fwd: Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft in Kooperation mit dem R.I.F.E.L. Research Institute for Exhibition and Live-Communication will aufzeigen, dass die Preissteigerungen die Lage der Eventindustrie dramatisch verschlechtern. So zeigt die Untersuchung auf, wie sich die Preise von 2019 bis 2022 verändert haben und analysiert die Gründe und Auswirkungen.

"Die Umfrage zeigt, dass die gesamte Branche überproportional stark von den Teuerungen betroffen ist", bilanziert Alexander Ostermaier, Geschäftsführer fwd: Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft. "Events bis zu 250 Personen sind im Vergleich zu 2019 im Durchschnitt um 58 Prozent teurer geworden, Anlässe mit 600 Personen um 55 Prozent und Veranstaltungen mit bis zu 1500 Personen um 46 Prozent. Erschwerend hinzu kommt ein Umsatzrückgang von minus 68,4 Prozent im Jahr 2022. Außerdem gibt es um etwa die Hälfte weniger Fachkräfte als 2019. Damit können etliche Projekte nicht realisiert werden, womit wertvolle Erträge entfallen."

Zwar gebe es eine "stark steigende Nachfrage" nach Messen und Events", diese treffe aber auf weniger Anbieter und geringere Marktkapazitäten als noch vor der Pandemie. Zudem seien Rohstoffe teurer geworden und Transportkosten gestiegen. Auch den Fachkräftemangel führt die Studie ins Feld. Konkret gebe es hier einen Mitarbeiterschwund im Jahresvergleich bei minus 54,5 Prozent. Sorge bereiten der Branche auch etwaige Veranstaltungsrestriktionen im Herbst und Winter, wodurch sich das Live-Eventjahr von zwölf auf sechs bis neun Monate reduzieren könnten.

Für die Zukunft erwartet die Studie weitere Kostensteigerungen, weswegen Live-Events künftig "gezielter eingesetzt und mit großzügigeren Budgets" ausgestattet werden müssten.