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Most Wanted Music schlägt einen neuen Deal vor

Die Musikwirtschaftskonferenz Most Wanted: Music 2022 (MW:M) findet vom 8. bis 10. November wieder live in der Kulturbrauerei in Berlin statt. Inhaltlich soll es dort um "einen neuen Deal für die Musik-und Kreativwirtschaft" gehen.

29.06.2022 16:22 • von Dietmar Schwenger
Kehrt als Live-Event zurück; Most Wanted Music 2022 (Bild: Most Wanted Music)

Die Musikwirtschaftskonferenz Most Wanted: Music 2022 (MW:M) findet vom 8. bis 10. November 2022 wieder live in der Kulturbrauerei in Berlin statt. Ausgewählte Highlight-Events bietet MW:M auch auf der interaktiven, digitalen Konferenzplattform an. Eröffnet wird der Branchentreff mit der Verleihung der Listen to Berlin: Awards am Abend des 8. Novembers, gefolgt von der MW:M Convention am 9. und 10. November. Die MW:M Satellite-Partnerevents finden am 10. November verteilt in ganz Berlin statt. Für die Abende ist zudem ein Musikprogramm geplant. Neu im Programm ist zudem MW:M Cinema mit einer Auswahl an Filmvorführungen rund um das Thema Musik.

"Die Musikwirtschaft ist dabei, sich neu zu bewerten - und sich selbst neu zu formen. Ein neuer Deal für die Branche ist überfällig!", fordert die MW:M in einem Statement. "Aber was für ein Deal wird benötigt? Ein Deal, der für mehr Menschen besser funktioniert. Ein Deal, der inklusiver, transparenter und fairer gegenüber denjenigen ist, die die Musik machen. Ein Deal, der mit Hilfe neuer Technologien eine gerechtere Aufteilung von Rechten, Geld und Mitbestimmung schafft. Ein Deal, durch den die Kreativen einfacher kollaborieren und ihre Ergebnisse vielfältiger genutzt werden können. Ein Deal, der die Umweltauswirkungen des kreativen Schaffens erheblich reduziert."

MW:M22 soll nun entsprechende Veränderungen anstoßen - "durch innovative Impulse, mutige Debatten, praxisorientierte Workshops und maßgeschneiderte Networking-Sessions. Über 3000 Teilnehmende werden sich über die neuen Deals in unserer Zeit austauschen", heißt es aus Berlin.

Olaf Kretschmar, CEO der Berlin Music Commission (BMC), sieht die Ziele von MW:M als maßgebend für die Musikwirtschaft: "Es ist Zeit, einen neuen Deal für die Musik- und Kreativbranche auszuhandeln. Die Welt verändert sich rasant, wird immer widersprüchlicher, dynamischer, komplexer. Zugleich tun sich ganz neue Chancen auf. Es ist wichtig, dass wir als Branche lernen, schneller und konsequenter zu reagieren und dass wir lernen, in neuen Allianzen zusammenzuarbeiten. Nicht nur, um neue kreative und wirtschaftliche Lösungen zu finden, sondern auch um eine Arbeitswelt zu schaffen, in der alle Beteiligte gleiche Chancen haben und frei über ihre Zukunft mitentscheiden können."

Stephan Hengst, Direktor Most Wanted: Music, ergänzt, dass MW:M seit Jahren eine professionelle Plattform biete, um praktisches Know-How zu fördern, Vernetzung und Austausch anzuregen und neue Perspektiven und interessante Geschäftsmodelle für die Branche zu entwickeln. "Auch liegt es uns sehr am Herzen, dass sich auch Menschen mit Diskriminierungserfahrungen bei Most Wanted: Music möglichst wohl, sicher und frei fühlen - vor, während und nach der Veranstaltung, on-site sowie online. Unterstützung bekommen wir dabei in diesem Jahr von den Expert*innen für Antirassismus und Antidiskriminierung Loom e.V."

Bestätigt ist bereits, dass Andreea Gleeson, Geschäftsführerin des Musikvertriebs TuneCore, bei MW:M als Sprecherin auftritt. Als US-Botschafterin der Fraueninitiative Keychange will sie bei MW:M darüber sprechen, wie weibliche und diverse Führungskräfte ein gerechteres, nachhaltigeres und transparenteres Musik-Ökosystem aufbauen können.

Auch Dennis Lisk kommt zu MW:M. Der Hip-Hop-Pionier, DJ, Unternehmer und CEO Proof of Taste sowie Mitbegründer von The District VR soll bei der Konferenz die immersive, interaktive und dezentralisierte Live-Event-Plattform von Metaverse vorstellen. Und Anna Maija Mertens, Geschäftsführerin Transparency International Deutschland, möchte ihre These in den Raum stellen, dass die Musikwirtschaft angeblich eine der intransparentesten Industriezweige überhaupt sei, in der einige wenige internationale Unternehmen die Macht hätten.

Auch dabei ist Jannis Tsalikis, HR-Direktor bei Lautsprecher Teufel und Buchautor, der vorher in leitende Positionen für Vice Media und MSL Germany arbeitete. Er spricht darüber, wie die Musikbranche Top-Talente finden, aufbauen und halten könne. Darüber hinaus lädt Most Wanted: Music alle Kreativen ein, zum diesjährigen Konferenzprogramm beizutragen. Ideen können auf mwm-berlin.de bis zum 29. Juli eingereicht werden.

Wichtiger Bestandteil der Most Wanted Music sind auch 2022 die Listen to Berlin: Awards, die herausragende Leistungen in der Berliner Musikszene auszeichnen. "Die Preise wurden ins Leben gerufen, um diejenigen Akteur*innen sichtbar zu machen, die oft fernab des Rampenlicht die Musikbranche der Hauptstadt gestalten", informiert MW:M Es werden unter anderem Preise für Nachhaltigkeit, für die Förderung und Entwicklung der Berliner Musikszene, für Musikjournalismus und für das kreativste Musikvideo verliehen. Nominierungen können bis zum 29. August über listen-to-berlin-awards.de eingereicht werden.

Die Listen to Berlin: Awards sind die Musikpreise des Landes Berlin, verliehen durch das Netzwerk der Berliner Musikwirtschaft Berlin Music Commission. Most Wanted: Music und Listen to Berlin: Awards sind wiederum Veranstaltungen der Berlin Music Commission im Auftrag der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe.