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Universal Music will eine Milliarde einsammeln

Rund neun Monate nach dem Börsengang will die Universal Music Group frisches Kapital einsammeln. Am 23. Juni kurz nach Handelsschluss kündigte der Musikkonzern an, zwei Pakete an Schuldverschreibungen auszugeben - mit einem Volumen von jeweils 500 Millionen Euro.

24.06.2022 11:07 • von
Flagge gezeigt: am 21. September ging die Universal Music Group in Amsterdam an die Börse (Bild: Universal Music Group)

Rund neun Monate nach dem Börsengang will die Universal Music Group frisches Kapital einsammeln. Am 23. Juni 2022 kurz nach Handelsschluss an der Euronext in Amsterdam kündigte der Musikkonzern an, zwei Pakete an Schuldverschreibungen auszugeben - mit einem Volumen von jeweils 500 Millionen Euro.

Ein erstes Paket mit einer Verzinsung von drei Prozent kommt auf eine Laufzeit von fünf Jahren, das zweite verspricht eine Verzinsung von 3,75 Prozent bei einer zehnjährigen Laufzeit. Bei Universal Music rechnet man damit, die Schuldverschreibungen bis zum 30. Juni platziert zu haben. Die Erlöse wolle man unter anderem zur Umschuldung einsetzen, teilt das Unternehmen mit. Auf Seiten der Finanzwirtschaft hat Universal Music die Banker von BNP Paribas und BofA Securities als sogenannte Global Coordinators mit an Bord, außerdem engagieren sich unter anderem die Citigroup, Goldman Sachs, MUFG und die Société Générale als Buchmacher.

Ende Mai hatten die Rating-Agenturen Moody's und S&P Global Ratings erstmals seit dem Börsengang von Universal Music im vergangenen September ausführliche Analysen zur Bonität des Unternehmens veröffentlicht - mit mindestens stabiler Grundtendenz. Das gab den Papieren des Musikkonzerns zunächst Auftrieb, ein Bericht der britischen Marktforscher von Kantar zur Entwicklung der Abonnentenzahlen im Musikstreaming in UK ließ den Kurs aber zuletzt bröckeln.

Text: Knut Schlinger