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Ereignisreiche New York Edition des Reeperbahn Festivals

Die Reeperbahn Festival New York Edition hatte im Rahmen der A2IM Indie Week unter anderem Panels, einen Showcase-Abend, Firmenbesuche und weitere Gelegenheiten zum Austauschen und Netzwerken zu bieten. Dabei stand auch der US-Launch der Initiative Keychange im Fokus.

22.06.2022 16:29 • von Frank Medwedeff
Erlebte spannende Tage im "Big Apple": die Delegation der New York Edition des Reeperbahn Festivals (Bild: Reeperbahn Festival)

Bereits zum siebten Mal reiste das Reeperbahn Festival nach New York, um einer 35-köpfigen Delegation aus Vertreter:innen der deutschen und europäischen Musikwirtschaft die Möglichkeit zu geben, sich vom 13. bis 16. Juni bei der A2IM Indie Week mit Top-Executives der US-amerikanischen Musikbranche zu vernetzen".

Ziel der 2022er New York Edition des Reeperbahn Festivals war es, den Delegierten im Rahmen der weltweit größten Independent-Musikkonferenz und mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes ein Programm aus verschiedenen Panels und "1:1 Matchmakings" zu ermöglichen, um Einblicke in den amerikanischen Markt zu erhalten und wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Bei den Company Visits in den Headquartern von YouTube, The Orchard und Spotify erhielten die Delegierten ebenfalls die Möglichkeit dazu.

Beim interkulturellen und musikwirtschaftlichen Austausch stand das Thema Diversity in diesem Jahr "bei vielen Aktivitäten" im Mittelpunkt. So warteten die Hamburger Festivalmacher:innen am 14. Juni anlässlich des US-Launches der internationalen Initiative Keychange, die sich für Geschlechtergleichheit in der Musikwirtschaft einsetzt, mit einem besonderen Highlight auf und luden Gäste aus der internationalen Musikbranche, Medien und Politik zu einer Podiumsdiskussion und einem Showcase-Abend in das The Delancey in der Lower East Side von Manhattan ein.

Nach der Begrüßung durch Evelyn Sieber, Project Lead Reeperbahn Festival International, und Merle Bremer, Project Lead Keychange, folgte eine Keynote von Sima Sami Bahous, UN-Vize-Generalsekretärin und Exekutivdirektorin UN Women (USA), die sich im Auftrag der Vereinten Nationen für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung von Frauen einsetzt.

Weiter ging es dann, wie das Reeperbahn-Festival-Team resümiert, mit einem "ein spannenden interaktiven Talk" mit dem Publikum zum Thema "From Awareness to Action: Reducing the Gender Gap in the Music Industry". An der Diskussion nahmen Christine Osazuwa, UK Director Shesaid.so und Gründerin Measure of Music, Andreea Gleeson, CEO Tunecore, Portia Sabin, Präsidentin der Music Business Association, und Ragnar Berthling, Mitbegründer Keychange und CEO Musikcentrum Öst in Schweden, teil.

Im Anschluss präsentierte ROBA Music Publishing die Ergebnisse eines female, trans & non-binary Songwriting Camps, welches im Rahmen von Reeperbahn Festival New York bereits im Vorfeld digital stattgefunden hatte. Danach hatten die geladenen Gäste und die A2IM Indie Week Delegates bei einem Meet & Greet auf der sommerlichen Dachterrasse die Gelegenheit zum "angeregten Austausch".

Ab 20 Uhr enterten dann beim Reeperbahn Festival New York Showcase die aufstrebenden "female und non-binary Künstler*innen" Billie Marten aus Großbritannien, Soak aus Irland und die Anchor-Gewinner Ätna aus Deutschland die Bühne, um sich dem Publikum "aus internationalen Musikexpert*innen und New Yorker Szenegänger*innen" zu präsentieren. Der Showcase-Abend in der George's Downstairs Lounge im The Delancey war für die Öffentlichkeit zugänglich und habe beim Publikum Begeisterung ausgelöst.

Anlässlich der US-Expansion von Keychange hatten Believe und die Tochtergesellschaft TuneCore bereits zu einem hochkarätig besetzten Empfang in der Schwedischen Botschaft in New York geladen, zu dem unter anderem auch der Anchor-Jury-President Tony Visconti gekommen war.

Außerdem präsentierte das Reeperbahn Festival im Programm der A2IM zwei Panels: am 13. Juni stand das Thema Monetarisierung von Musik und die Handhabung europäischer Lizenzgebühren auf dem Programm, und am 14. Juni wurde die Frage "Was müssen Unternehmen in der EU und den USA dafür tun, um durch transformationale Führung ein inklusives Arbeitsumfeld zu schaffen?" diskutiert.

Evelyn Sieber, Projektleiterin Reeperbahn Festival International, erklärt: "Die Musikindustrie wächst jeden Tag enger zusammen und ist gleichzeitig komplexer und vielschichtiger denn je: Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes haben wir einer Gruppe von kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie vielversprechenden Nachwuchskünstlern aus Europa einen Weg ins Herz der US-Musikwirtschaft geboten, um während der A2IM Indie Week wertvolle persönliche Kontakte und nachhaltiges Networking zu knüpfen."

Sieber freue sich sehr, dass "die US-Auftaktveranstaltung der internationalen Initiative Keychange auch Teil der diesjährigen Reeperbahn Festival New York Edition war. Als Vorreiter in Sachen Innovation, Kreativität und Vielfalt war die US-Musikbranche schon immer eine Inspiration für das Reeperbahn Festival und sein Bestreben, etwas zu bewegen. Deshalb ist es uns eine Ehre, die USA als Partnerland des Reeperbahn Festivals 2022 vom 21. bis 24. September in Hamburg begrüßen zu dürfen."

Camila Anino, Business Development & Partnerships Manager bei Music Cities Events, zieht folgendes Fazit: "Der EU-Delegation bei der RBF NYC Edition anzugehören, war eine '10/10-Erfahrung'. Dies war einer der bereicherndsten Übersee-Businesstrips, an denen ich jemals teilgenommen habe. Die zur Verfügung gestellten Kontaktmöglichkeiten, nicht nur mit Professionals aus der US-Musikindustrie, sondern auch mit europäischen Teilnehmenden, waren eines der Highlights der Initiative. Der andere große Höhepunkt war der Launch von Keychange in den USA. Das Reeperbahn Fastival hat solch einen fantastischen Fokus auf Geschlechtergleichheit und schließt das Thema in seine Programmgestaltung auf solch gut durchdachte Art ein, dass es mich stolz gemacht hat, Teil der Gruppe während der New York City Edition zu sein. Ich freue mich schon sehr auf die nächste internationale RBF-Delegation."

Björn Mathes, CEO ferryhouse, meint: "Die International Editions des Reeperbahn Festivals sind eine einzigartige Möglichkeit, direkte Einblicke in andere Märkte zu gewinnen und wertvolle Kontakte zu generieren. Nicht zuletzt die Allianzen mit hochwertigen Branchen- und Verbandspartnern vor Ort haben in diesem Jahr wieder dazu beigetragen, dass mir die New York Edition des Reeperbahnfestivals als informatives und erstklassiges Networking Event in Erinnerung bleiben wird."

Verena Bößmann, Geschäftsführerin Dunstan Music und Vorstandsmitglied beim VUT, merkt an: "Ein riesiges Dankeschön an das RBF International Team! Die Reise nach New York und zur A2IM Indie Week mit Euch war großartig! Als Panelist für das Thema 'Monetizing & Maneuvering Music Rights in Europe Post-Pandemic' durfte ich meine Erfahrungswerte mit den anderen Attendees teilen und auch selbst Impulse und interessante Sichtweisen der US-KollegInnen mitnehmen. Viele meiner Erwartungen haben sich erfüllt, manche wurden sogar übertroffen. Der offene Austausch über die täglichen Herausforderungen der Musikbranche sind für mich das wohl Wertvollste, was ich mit nach Hause nehme. New York aus Sicht der Indie-Musikbranche zu erleben war eine tolle Erfahrung. Das RBF International Team hat es möglich gemacht, sowohl die Stadt als auch die anderen TeilnehmerInnen im Rahmen einer ungezwungenen Travelparty zu erleben. So macht das Musikbusiness Spaß!"

Lisa Riepe, Head of Sales & Marketing Zebralution, erklärt: "Ein diverses und internationales Netzwerk ist für mich essenziell, um Künstler*innen kreativ und effektiv zu unterstützen. Die A2IM Indie Week bedeutet nicht nur persönliche Horizonterweiterung, sondern hilft der globalen Independent-Szene weiter zusammenzuwachsen. Das Reeperbahn Festival International schafft den perfekten Rahmen, um diesen Austausch zu vertiefen und setzt mit dem US Keychange Launch selbst wichtige Impulse."