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Sieger:innen von Krach+Getöse gekürt

Bei der 14. Ausgabe von Krach+Getöse haben Moyo Ray, Deer Anna, King LX, Satarii und die Band rauchen am 21. Juni im Imperial Theater auf der Reeperbahn in Hamburg die Awards abgeräumt.

22.06.2022 13:03 • von Frank Medwedeff
Als "Ausnahmetalent" ausgezeichnet: Moyo Ray (Bild: Alexander Schliephake)

RockCity Hamburg und die Haspa Musik Stiftung haben am 21. Juni 2022 Krach+Getöse, den "Hamburg Music Award für die Newcomer-Acts der Stadt", an die Solokünstler.innen Moyo Ray, Deer Anna, King LX und Satarii sowie an die Band rauchen vergeben.

Die 14. Verleihung von Krach + Getöse fand erstmals im Rahmen einer Award Show im "prall gefüllten" Imperial Theater auf der Reeperbahn in Hamburg-St. Pauli statt.

Den Gewinner:innen soll der Preis jeweils eine zwölfmonatige "maßgeschneiderte Förderung" bescheren und damit ein "effektives Sprungbrett in die Branche" sein. Neben einem Preisgeld von je 1200 Euro erhalten sie Bookings, Festivalslots, Interviewtraining, Coaching, Beratung, Merchandise-Support und mediale Begleitung in Kooperation mit dem Krach+Getöse-Partner:innen-Netzwerk.

Die Sängerin, Gitarristin und Songschreiberin Deer Anna habe die Jury "mit ihren Texten, ihren Arrangements und besonders mit ihrer außergewöhnlich klaren und herausfordernd markanten Stimme auf ganzer Linie überzeugt". Sie könne sich "mit Künstler:innen wie Phoebe Bridgers, Daughter, Aurora und Novo Amor in ein Boot setzen, ohne unterzugehen".

Preisträger Benji Asare alias King LX habe sein Können als Songwriter schon in seiner Arbeit für "nationale und internationale Top-Künstler:innen" demonstriert. Als Solo-Act verdiene er Bewunderung für "sein Talent, seine fantastische Stimme und seinen tiefgehenden Soul". Er treffe den Sound einer Generation neuer Musikhörer:innen, "die global, divers und ohne Grenzen denkt, hört und klickt".

Die Hamburger Nachwuchs-Singer-Songwriterin Moyo Ray rühmt die Jury in ihrer Begründung für die Preisvergabe an sie als "heftiges Ausnahmetalent". Ihre sanften und zugleich kraftvollen Songs ziehen die Hörer:innen demnach "in eine Klangwelt, die an Lianne La Havas, Laura Mvula oder Nai Palm erinnert". Moyo Ray ist Teil des jungen Netzwerks Formation**Now und sei schon jetzt eine "einnehmende Bühnenpersönlichkeit".

Die nun ebenfalls mit einem Krach+Getöse Award prämierte Band rauchen vereinige laut den Juror:innen "Coolness, Unsicherheit, Wut und Aufregung zu einer musikalischen Grenzerfahrung, die sogar die Zuhörenden dazu bewegt, Neues auszuprobieren". Die Formation um Sängerin Nadine habe sich "für das Loslassen von Regelwerken entschieden". Dabei verarbeite sie in ihren Songs Themen wie Feminismus, Polizeigewalt, Kapitalismus und Liebe.

Die Jury preist die Award-Gewinnern Satarii schließlich als "Hamburger Antwort auf japanischen Anime im Rap". Bei ihr treffe Sprechgesang auf Pop- und R&B-Einflüsse, "die von orchestralen und vokalen Elementen durchzogen sind und Satariis kämpferischer Natur die perfekte Soundkulisse bieten". Die Rapperin, Sängerin und Produzentin setze ihre musikalischen Mittel "gezielt, professionell und fantastisch visualisiert" ein.

Die Krach+Getöse-Fachjury bestand in diesem Jahr aus Cassandra Steen, Hendrik Otremba (Messer), Oyèmi Noize, Reimer Bustorff (Kettcar), Sarah Muldoon und Yassin.

Andrea Rothaug, Geschäftsführerin RockCity Hamburg, bilanzierte: "Der Nachwuchs hat in Corona-Zeiten besonders gelitten - viele haben aufgegeben, andere fangen wieder von vorne an. Aber es gibt auch welche, die unheimlich spannende und tiefe Musik produziert haben. Es waren unfassbar gute Sachen dabei - wir werden von ihnen hören! Dank geht an unsere Partner:innen und die Haspa Musik Stiftung. Dankeschön!"

Janna Prüßner, Geschäftsfürerin der Haspa Musik Stiftung, ergänzte: "Die musikalische Diversität Hamburgs ist das A und O unserer popkulturellen Gesellschaft - hier darf der Nachwuchs nicht fehlen, sondern soll nach Kräften unterstützt und befördert werden." Das Haspa-Team freue sich deshalb sehr, dass "die Krach+Getöse Award Show nun erstmals von unserem Partner RockCity Hamburg mit viel Kreativität so richtig live auf die Bühne" gebracht werden konnte.