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Songtradr übernimmt Musicube

Durch die Übernahme der Hamburger Software-Anbieter von Musicube erweitert Songtradr das eigene Portfolio an technologiegestützten Musiklösungen, die darauf ausgelegt seien, die passende Musik zu lizenzieren und Marken in die Lage zu versetzen, ihr Zielpublikum messbar zu erreichen.

07.06.2022 17:02 • von Dietmar Schwenger
Ist mit Musicube nun Teil der Songtradr-Familie: David Hoga, Co-Gründer Musicube (Bild: Musicube)

Durch die Übernahme der Hamburger Software-Anbieter von Musicube erweitert Songtradr das eigene Portfolio an technologiegestützten Musiklösungen, die darauf ausgelegt seien, die passende Musik zu lizenzieren und Marken in die Lage zu versetzen, ihr Zielpublikum messbar zu erreichen. "Durch den Einsatz neuronaler Netze und firmeneigener künstlicher Intelligenz hat die semantische Suche von musicube den Produktvorsprung in Bezug auf Qualität und Datentiefe ausgebaut", teilt das kalifornische Unternehmen mit. musicube bleibt als GmbH weiterhin bestehen.

"musicube hat sich der Audioanalyse aus einer völlig einzigartigen Perspektive genähert, und diese Übernahme beschleunigt unsere Mission, den Wert und die Effektivität von Musik in Inhalten zu erhöhen", sagt Paul Wiltshire, CEO von Songtradr. "Ihr beeindruckendes Team aus passionierten Musik- und Datenwissenschaftlern versteht die Macht der Daten und ihre Beziehung zur Musik, was letztendlich unseren Marken- und Agenturkunden sowie den Musikrechteinhabern zugutekommt."

"Um die weltweit beste B2B-Musiksuch- und Empfehlungstechnologie zu haben, brauchen wir eine erstklassige Technologie zur Anreicherung von Metadaten, die eine Schlüsselkomponente der B2B-Musiklieferkette ist", so Wiltshire weiter. "Die Erweiterung von Songtradr um die Technologien, Daten und das außergewöhnliche Team von musicube wird dazu beitragen, die Nutzererfahrung für unsere Unternehmenskunden zu verbessern."

Das im Dezember 2019 von den einstigen Musicline-Managern Agnes Chung und David Hoga gegründete Hamburger Start-up analysiert Audiodateien, reichert sie mit weiteren Metadaten an und erweitert so die Datentiefe von Musikkatalogen. Die KI-Software von musicube wird webbasiert und über eine API-Programmierschnittstelle bereitgestellt, die Metadaten in großem Umfang für Labels, Verlage, Musiksupervisoren und andere Zielgruppen bereitstellt.

"Die Technologie ermöglicht es den Kunden auch, nach Titeln, Wiedergabelisten und Künstlern auf der Grundlage von Zielgruppen, Stimmungen, Genres, Gesangsmerkmalen, Instrumenten, Tempo und mehr zu suchen und so den wahren Wert von Katalogen und Rechten zu erschließen", informiert Songtradr.

David Hoga, CEO & Gründer von musicube, freut sich, "diesem außergewöhnlichen Team von Musikliebhabern und Technologen beizutreten, denn jedes einzelne Gespräch, das wir geführt haben, war sowohl von Herzlichkeit als auch von einer ehrgeizigen Agenda geprägt. Wir haben die gemeinsame Vision einer künstlerfreundlichen Musikindustrie und nutzen Daten, um dies zu erreichen." Die Datenbank enthalte mehr als 50 Millionen Songtitel mit ISRC-Angaben und allen Mitwirkenden sowie mehr als 500 Schlüsselwörter wie Stimmungen, musikalische Merkmale oder Inhalte aus Songtexten.

Laut eigenen Angaben habe sich Songtradr "mit einem Team von mehr als 350 Mitarbeitern und Niederlassungen in zwölf Ländern von einem Musik-Tech-Produkt für unabhängige Künstler zu einer multidisziplinären Lösung für Musikkäufer, Marken und Rechteinhaber entwickelt". Zum Portfolio der verschiedenen Musikdienstleister von Songtradr gehören unter anderem Massive Music, Big Sync Music und Song Zu sowie die Technologie- und Datenprodukte von Tunefind, Pretzel, Jaxsta und nun auch Musicube.