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Schulenberg baut dank CTS-Zuwächsen auf "kraftvollen Neustart"

Bei CTS Eventim spricht man angesichts der Entwicklung bei Umsätzen und Vorsteuergewinnen von einem dynamischen Start ins neue Geschäftsjahr. Die Ticketverkäufe im April und Mai hätten deutlich über dem Niveau von 2019 gelegen. Künftige Impulse könnten zudem der Maut-Zwist und die Olympischen Spiele bringen.

24.05.2022 10:54 • von
Berichtet für April und Mai von Ticketverkäufen, die deutlich über dem Niveau des Rekordjahres 2019 liegen: Klaus-Peter Schulenberg (Bild: CTS Eventim)

Bei CTS Eventim spricht man angesichts der Entwicklung bei Umsätzen und Vorsteuergewinnen im ersten Quartal von einem dynamischen Start ins neue Geschäftsjahr. "Endlich beleben sich Konzertsäle und Festivalgelände wieder", fasste Klaus-Peter Schulenberg als CEO von CTS Eventim die am 24. Mai 2022 vorgelegten Geschäftszahlen zusammen: "Der starke Jahresauftakt gibt uns allen Grund zur Zuversicht, dass wir in diesem Jahr einen kraftvollen Neustart des Livegeschäfts erleben."

Für den Zeitraum von Anfang Januar bis Ende März 2022 meldet der CTS-Konzern einen Umsatzsprung von noch 19,6 Millionen Euro im Vorjahr - damals hatte der Konzern coronabedingte Umsatzeinbrüche um fast 90 Prozent und massive Einbußen vor Steuern melden müssen - auf nunmehr 139,2 Mio. Euro - die Einnahmen wuchsen damit auf rund das Siebenfache. Parallel drehte das normalisierte EBITDA-Vorsteuerergebnis, das vor Jahresfrist noch mit 19,6 Millionen Euro im Minus lag, zurück ins Plus auf nunmehr 23,7 Mio. Euro.

Zu den Konzerneinnahmen trug die Ticketing-Sparte in den ersten drei Monaten des neuen Jahres Umsätze in Höhe von 76,5 Mio. Euro bei, im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 13,5 Mio. Euro. Das normalisierte EBITDA in diesem Bereich kletterte von einem Minus in Höhe von 13,4 Millionen Euro in den schwarzen Bereich auf 27,2 Mio. Euro.

Auch im Segment Live Entertainment konnte CTS zulegen: Hier ging es bei den Umsätze von 6,8 Millionen Euro im Vergleichszeitraum 2021 auf nunmehr 65,1 Mio. Euro bergauf. Das normalisierte EBITDA rangiert indes weiterhin im Minus, allerdings steht der Geschäftsbereich mit Vorsteuerverlusten von nunmehr 3,5 Mio. Euro besser da als noch im Vorjahr mit Verlusten von 6,2 Mio. Euro.

Auch im laufenden zweiten Fiskalquartal scheint sich die Entwicklung fortzusetzen: "Wir freuen uns sehr, dass im April und bislang im Mai die Ticketverkäufe bereits deutlich über dem Niveau des gleichen Zeitraums im Rekordjahr 2019 liegen", betont Schulenberg. "Das unterstreicht die Hoffnung auf einen echten Aufbruch der Livebranche nach zwei Jahren Corona-Zwangspause." In Sachen Pandemie analysiert der CTS-Boss zudem: "In unseren europäischen Märkten und in Übersee ist das Live Entertainment-Geschäft dabei deutlich früher angelaufen als in Deutschland, wo die Lockerungen der Corona-Maßnahmen verhältnismäßig spät erfolgten."

Künftige Impulse könnten zudem der Maut-Zwist und die Olympischen Spiele bringen. So verweist CTS in der Zwischenbilanz auf die Entscheidung eines Schiedsgerichts, laut der das Joint Venture autoTicket Ansprüche "auf Schadens- und Aufwendungsersatz gegen die Bundesrepublik Deutschland" habe. In der zweiten Phase des Schiedsverfahrens gehe es nun noch um die Anspruchshöhe. Außerdem vereinbarte CTS im April eine Partnerschaft mit dem französischen Unternehmen France Billet, bei dem es um die Ticketing-Software und damit verbundene Dienstleistungen für die Olympischen und Paralympischen Spiele in Paris 2024 geht: "Daraus erwartet der Konzern einen Umsatzbeitrag in zweistelliger Millionenhöhe", blickt CTS voraus.

Text: Knut Schlinger