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Bundeskulturetat steigt 2022 auf 2,29 Milliarden Euro

Der Kulturetat des Bundes wird 2022 erstmals bei 2,29 Milliarden Euro liegen. Damit wächst der Bundeskulturetat gegenüber dem Vorjahr um rund 148 Millionen Euro. Mit den zusätzlichen Mitteln soll unter anderem das "Neustart Kultur"-Programm bis zum 30. Juni 2023 fortgesetzt werden.

20.05.2022 16:39 • von Jonas Kiß
Will in einen "vielfältigen und nachhaltigen" Kulturbetrieb investieren: Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Bild: Kristian Schuller)

Der Kulturetat des Bundes wird 2022 erstmals bei 2,29 Milliarden Euro liegen, wie der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages in einer Sitzung am 19. Mai 2022 beschloss. Damit wächst der Kultur- und Medienetat der Bundesregierung gegenüber dem Vorjahr um rund 148 Millionen Euro, was einer Steigerung von rund sieben Prozent entspricht.

Mit den zusätzlichen Mitteln soll unter anderem das "Neustart Kultur"-Programm bis zum 30. Juni 2023 fortgesetzt werden, aufgrund der "weiter anhaltenden Risiken der Corona-Krise im kommenden Herbst und Winter". Ein Großteil der Mittel soll für Investitionen in kulturelle Bauten und Einrichtungen genutzt werden. Hierfür stehen nun 60 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung.

Mit bis zu 2,1 Millionen Euro wird "das Kulturgut Schallplatte" in den nächsten Jahren gefördert. Hierzu soll ein Preis für Plattenläden ausgelobt werden. Hinzu kommen Einzelprojekte im Bereich Film, Musik und Tanz. Geplant seien unter anderem zusätzliche Fördermittel für den Festivalverbund QueerScope, für das Bundesjugendballett und für den Bundesmusikverband für Chor und Orchester.

"Mit dem Haushalt 2022 stärken die Abgeordneten des Bundestages im Angesicht der beispiellosen Krisen unserer Zeit gezielt Kunst, Kultur und Medien", erklärt Kulturstaatsministerin Claudia Roth: "Gerade jetzt brauchen wir die offenen Diskursräume und vielseitigen Denkanstöße aus Kunst und Kultur mehr denn je. Die zusätzlichen Mittel werden wir klug investieren: In den Ausbau eines vielfältigen und nachhaltigen Kulturbetriebs, in die Stärkung der sozialen Lage von Künstlerinnen und Künstlern und insgesamt in die Zukunft unserer so wertvollen Kultur der Demokratie."

Das Haushaltsgesetz tritt nach seiner Verkündung rückwirkend zum 1. Januar 2022 in Kraft.