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Charts KW 22: Rammstein und Luciano je drei Wochen top

In den Offiziellen Deutschen Charts beherrschen Rammstein bei den Alben und Luciano bei den Singles jeweils in der dritten Woche am Stück die Szenerie. Neu auf dem Longplaypodium landen Florence + The Machine und die Calimeros.

20.05.2022 16:06 • von Frank Medwedeff
Weiterhin nicht zu überholen: Rammstein (Bild: Bryan Adams)

"Zeit", das aktuelle Album von Rammstein, bleibt in den Top 100 Longplay in der dritten Woche nacheinanander das Maß aller Dinge. Von null auf zwei geht es für Florence + The Machine mit "Dance Fever", und die frisch eingestiegene Schweizer Schlagerband Calimeros lässt auf Rang drei "Sommersterne" funkeln.

Auf Position vier debütiert "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert Volume 9" mit den Songs aus der neuen Staffel der TV-Musiksendung bei Vox. Die Top 5 komplettiert ein weiterer Neuzugang: "Live At The El Mocambo", ein Konzertmitschnitt der Rolling Stones.

Schlagerstar Michelle schwingt sich nach der ersten Verkaufswoche von "30 Jahre Michelle - Das war's... noch nicht!" sogleich auf Rang sechs. Und auch die Plätze sieben bis neun nehmen erstmals gelistete Alben ein, nämlich "Drei" von OK Kid vor "Mr. Morale & The Big Steppers" von US-HipHop-Star Kendrick Lamar sowie "More D4ta" von Moderat. Arcade Fire, letzte Woche eingestiegen auf der Fünf, schließen mit "We" nun die Top 10 ab.

Lauter Neueinsteiger machen die Plätze elf bis 15 unter sich aus in der Reihenfolge The Black Keys mit "Dropout Boogie" vor J.B.O. und deren "Planet Pink", He/ro (die ehemaligen Lochis) mit "Teen Star Dilemma" sowie die K-Pop-Combo Tomorrow x Together und ihre EP "Minisode 2: Thursday's Child".

Zwei weitere neu aufgeführte Alben entern noch die Top 20, und zwar "Breiter als 3 Türsteher" von Deutschrapper Majoe auf Rang 16 sowie "Pirates" von der österreichischen Metal-Combo Visions Of Atlantis (17).

Universal Music behält angesichts eines Marktanteils von aktuell 49,2 Prozent in der Distributorenrangliste im Longplaysegment alles unter Kontrolle. Warner Music kommt auf den zweiten Rang (16,8 Prozent), worauf Sony Music (13,7 Prozent), Believe/GoodToGo (8,8 Prozent) und Tonpool (4,6 Prozent) folgen.

Wie Rammstein im Albumsegment verlängert auch Luciano in den Top 100 Singles seinen Aufenthalt auf dem Chartsgipfel auf nunmehr drei Wochen mit seinem Hit "Beautiful Girl".

Ion Miles, SiraOne & BHZ klettern mit "Powerade" von vier auf zwei. t-low und Miksu/Macloud verharren mit "We Made It" an dritter Stelle, und ihr zweiter aktueller gemeinsamer Renner, "Sehnsucht", steigt in dieser Woche von fünf auf vier. Harry Styles macht ebenfalls einen Platz gut: Seine Single "As It Was" findet sich nun auf der fünften Position.

Der allgegenwärtige t-low stellt mit "Airbnb", einer Kollaboration mit Ufo361, auf Rang sieben den höchsten Neuzugang und ist somit jetzt dreifach in den Top 10 präsent.

Beim Eurovison Song Contest in Turin kam Malik Harris bekanntlich nicht über den 25. und letzten Platz hinaus. In den deutschen Singlescharts steigt er mit seinem ESC-Song "Rockstars" jetzt aber deutlich von 42 auf acht. Wie GfK Entertainment bestätigt, ist dies die erste Chartsnotierung eines nationalen ESC-Beitrags seit Michael Schultes "You Let Me Walk Alone" 2018 (Rang drei) in der deutschen Singles-Hitliste und immerhin die zweithöchste nationale Platzierung seit 2014, als Elaiza mit "Is It Right" Position vier erreichten.

In den Vertriebsfirmencharts im Singlesbereich liegt Universal Music per Wochenanteil von 45,4 Prozent in Führung. Sony Music sichert sich den zweiten Rang (26,2 Prozent) vor Warner Music (17,8 Prozent), Believe/GoodToGo (6,2 Prozent) und Kontor/Edel (3,7 Prozent).

Die Kopplung zum "Eurovision Song Contest Turin 2022" rückt nach Rang zwei in der Vorwoche auf die Pole Position der Top 30 Compilations vor und schiebt die "Bravo Hits 117" ihrerseits auf den zweiten Platz zurück. Die "Bravo Hits 116" klettern derweil um eine Stelle auf die Drei.

Zwei Neuzugänge bringen es in die Top 10: "Sommer Bild 2022" auf Rang sechs und "Satie - Fragments", der Auftakt einer neuen Projektreihe der Deutschen Grammophon im Spannungsfeld zwischen Klassik und Elektronik (zehn).

Universal Music untermauert hier die Vormachtstellung in der Distributorenwertung anhand eines Marktanteils von 73,3 Prozent. Ansonsten hat nur Sony Music (11,7 Prozent) eine zweistellige Zahl vor dem Komma. Warner Music (8,8 Prozent) schließt sich an auf Platz drei. Dahinter rangieren Kontor/Edel (2,5 Prozent) und Buschfunk (2,1 Prozent) auf den Positionen vier und fünf.