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GEMA Ehrennadel für Helga Trüpel und Günther Oettinger

Im Rahmen der GEMA Hauptversammlung erhielten Helga Trüpel und Günther Oettinger am 19. Mai in Berlin die GEMA Ehrennadel für "ihre besonderen Verdienste um die Belange der GEMA und die von ihr vertretenen Mitglieder".

20.05.2022 13:44 • von Jonas Kiß
Nahmen die Auszeichnung persönlich entgegen: Günther Oettinger und Helga Trüpel (Bild: Manuel Vescoli)

Im Rahmen der GEMA Hauptversammlung erhielten Helga Trüpel und Günther Oettinger am 19. Mai 2022 in Berlin die GEMA Ehrennadel für "ihre besonderen Verdienste um die Belange der GEMA und die von ihr vertretenen Mitglieder".

"Sie haben sich unermüdlich auf europäischer Ebene für die Rechte der Kreativen eingesetzt", sagte Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA, in seiner Laudatio: "Mit Ihrer Beharrlichkeit und Ihren Impulsen haben Sie zu der umfassendsten Modernisierung des Urheberrechts seit 20 Jahren entscheidend beigetragen. Dafür sind wir Ihnen zu großem Dank verpflichtet."

Helga Trüpel, die bis 2019 Abgeordnete und stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung im Europäischen Parlament war, erklärte: "Die Urheberrechtsreform war für mich immer ein Teil der notwendigen Plattformregulierung. Jetzt sind Digital Services Act und Digital Markets Act verhandelt worden. Ein weiterer Schritt zur angemessenen Regulierung. Das war in der Öffentlichkeit viel weniger kontrovers als die Urheberrechtsreform. Eine Zensur des Internets wurde an die Wand gemalt. Nichts lag uns ferner. Sondern es ging und geht um Gerechtigkeit für Urheberinnen und Urheber. Zum Glück hat der EuGH jetzt die Rechtmäßigkeit des so umstrittenen Artikel 17 bestätigt und die Klage Polens abgewiesen. Das ist mir eine Genugtuung."

Laut Günther Oettinger, ehemaliges Mitglied und Vizepräsident der Europäischen Kommission sowie Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg a.D., waren "die Modernisierung des europäischen Urheberrechts und die Umsetzung in der deutschen Gesetzgebung eine Herkulesarbeit gegen massiven ideologischen Widerstand". Dabei seien "der Rat und das Fachwissen der GEMA" für ihn eine wichtige Unterstützung gewesen. "Es bleibt zu beobachten, ob die Entwicklung in der Praxis unsere Erwartungen erfüllt", so Oettinger.