Unternehmen

Frankreich regelt Mindestvergütung im Streamingbereich

In der Diskussion um eine faire Verteilung von Streamingerlösen hat sich in Frankreich ein breites Bündnis auf eine Lösung für die Vergütung ausübender Künstler:innen einigen können. Kulturministerin Roselyne Bachelot-Narquin wertet das als einen gemeinsamen Erfolg von Musikwirtschaft und Politik.

20.05.2022 11:28 • von
Spricht von einem historischen Erfolg: Frankreichs Kulturministerin Roselyne Bachelot-Narquin, hier im Januar bei einem EU-Termin in Brüssel (Bild: Imago, ValeriaxMongellix)

In der Diskussion um eine faire Verteilung von Streamingerlösen hat sich in Frankreich ein breites Bündnis auf eine Lösung für die Vergütung ausübender Künstler:innen einigen können. Kulturministerin Roselyne Bachelot-Narquin wertet das als einen gemeinsamen Erfolg von Musikwirtschaft und Politik.

Der Branchenverband SNEP und die Verwertungsgesellschaft SCPP sprechen derweil in einer gemeinsamen Mitteilung von einer "historischen Vereinbarung". Zu den Unterzeichnern zählen außerdem unter anderem die Indies der UPFI sowie Urheberorganisationen wie ADAMI oder SPEDIDAM.

Die nach monatelangen Verhandlungen abgesegnete Vereinbarung, die auf den Onlineseiten der Kulturministerin zum Download bereitsteht, regelt eine garantierte Mindestbeteiligung ausübender Künstler:innen oder Featured Artists an Geldern aus der Nutzung von Musik im Streamingbereich, wobei hier kostenpflichtige Musikabos ebenso abgedeckt sein sollen wie werbefinanzierte Videoplattformen. Dabei geht es unter anderem um eine Art Vorschuss, den Plattenfirmen bei Veröffentlichung eines Albums auszahlen sollen. Wobei hier 1000 Euro für größere Unternehmen vorgesehen sind beziehungsweise 500 Euro für Unternehmen mit maximal zehn Mitarbeitenden.

Text: Knut Schlinger