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Thomas Woitkewitsch mit Lyrikon geehrt

Mit dem Lyrikon Preis für deutsche Textdichter*innen zeichnete die GEMA Stiftung in Kooperation mit dem Deutschen Textdichter-Verband am 18. Mai einen deutschsprachigen Textdichter, Drehbuchautor und Redakteur zahlreicher TV-Shows aus: Thomas Woitkewitsch.

19.05.2022 11:16 • von Dietmar Schwenger
Bei der Preisverleihung: Jürgen Brandhorst (links, Geschäftsführer GEMA Stiftung) und Thomas Woitkewitsch (rechts) (Bild: Manuel Vescoli)

Mit dem Lyrikon Preis für deutsche Textdichter*innen zeichnete die GEMA Stiftung in Kooperation mit dem Deutschen Textdichter-Verband am 18. Mai 2022 einen deutschsprachigen Textdichter, Drehbuchautor und Redakteur zahlreicher TV-Shows aus: Thomas Woitkewitsch. Er nahm die Auszeichnung beim Mitgliederfest des Deutschen Textdichter-Verbands im Berliner Fernsehturm entgegen.

Der Urheber von Ohrwürmern wie Rudi Carrells "Wann wird's mal wieder richtig Sommer?" oder Harald Juhnkes Version von "My Way" erhalte den Preis für sein musikalisches Schaffen, heißt es aus der Hauptstadt. So schrieb Thomas Woitkewitsch Texte unter anderem auch für Joy Fleming, Milva, Florian Silbereisen und Frank Zander. Zudem ist er der Stammtexter des niederländischen Sängers Herman van Veen.

"Thomas Woitkewitsch hat in seinem jahrelangen Wirken eine große Bandbreite von Texten in ausgezeichneter Qualität erschaffen. Er erreichte so ein Millionenpublikum, während er selbst nur selten im Mittelpunkt einer öffentlichen Bühnen- und Medienpräsenz stand", steht in der gemeinsamen Begründung des Deutschen Textdichter-Verbands und der GEMA Stiftung. "Mit dem Preis ehren wir sein großartiges Gesamtwerk, das zum Erfolg vieler Interpretinnen und Interpreten beigetragen hat."

Auch der Preisträger freut sich: "Die GEMA und der Deutsche Textdichter-Verband brachten mich ganz aus dem Häuschen, als sie mich mit dem Preis überraschten, der so schön klingt. Vielen Dank an die Jury des Lyrikon. Ich komme mir vor wie ein Nobelpreisträger und bedanke mich auch bei den Interpretinnen und Interpreten meiner Lieder, die dafür gesorgt haben, dass meine Texte die Ohren und Herzen etlicher Musikfans nachhaltig erreichten."

Thomas Woitkewitsch wurde 1943 in Posen geboren und wuchs in Hamburg auf. In München studierte er Zeitungswissenschaften, Germanistik, Psychologie, schloss das Studium allerding nicht ab. Als Fernsehshow-Autor, Übersetzer, Redakteur und Produzent war er Weggefährte unter anderem von Alfred Biolek, Herman van Veen, Rudi Carrell, Milva, Monty Python 's Flying Circus, Frank Elstner, Edith Jeske und Tobias Reitz.

Als Drehbuchautor war er beteiligt an TV-Formaten wie "Am laufenden Band", "Bio's Bahnhof", "Plattenküche" und "Wetten dass...?". Zu seinen Erfolgstiteln zählen: "Wann wird's mal wieder richtig Sommer?", "Goethe war gut", "Mein Dorf" (alle interpretiert von Rudi Carrell), "Ich hab ein zärtliches Gefühl", "Kleiner Fratz", "Ich lieb dich noch" (alle von Herman van Veen), "Zusammenleben", "Ich hab keine Angst", "Freiheit in meiner Sprache", "Hurra, wir leben noch" (alle von Milva), "Ich kann keinen weinen sehn" (von Tim Fischer), "Wenn man Freunde hat" (von Caterina Valente, Joy Fleming, Gianni Morandi, Edo Zanki). Auch übertrug er englischsprachige Musicals ins Deutsche und doziert an der Celler Schule, die Nachwuchstalente im Bereich deutscher Songtexte fördert.

Der mit 10.000 Euro dotierte Lyrikon wird alle zwei Jahre von der GEMA Stiftung in Kooperation mit dem Deutschen Textdichter-Verband verliehen. Er richtet sich an GEMA Mitglieder, die als Textdichterinnen und Textdichter im Bereich des deutschsprachigen populären Liedes, des Schlagers oder der Volkstümlichen Musik über längere Zeit ein erfolgreiches Gesamtschaffen vorweisen können, für unterschiedliche Interpretinnen und Interpreten Texte geschrieben und damit eine große Bandbreite von Texten in ausgezeichneter Qualität thematisch gestaltet haben.