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ARD und ONE erreichen mit dem ESC-Finale 7,3 Millionen Zuschauer

Nach 7,74 Millionen ESC-Fans im Jahr 2021 schalteten am 14. Mai 7,3 Millionen ein, um bei ARD und ONE das Finale des 66. Eurovision Song Contest zu schauen, den das Kalush Orchestra aus der Ukraine mit dem Titel "Stefania" für sich entscheiden konnte. Malik Harris landete mit dem deutschen Beitrag "Rockstars" auf dem letzten Platz.

15.05.2022 10:34 • von Dietmar Schwenger
Viele hatten ihren Sieg beim ESC vorhergesagt: das Kalush Orchestra aus der Ukraine (Bild: Corinne Cumming, EBUI)

Nach 7,74 Millionen ESC-Fans im Jahr 2021 schalteten am 14. Mai 2022 nur noch 7,3 Millionen ein, um bei ARD und ONE das Finale des Sangeswettbewerbs zu schauen, den das Kalush Orchestra aus der Ukraine mit dem Titel "Stefania" für sich entscheiden konnte. Malik Harris landete mit dem deutschen Beitrag "Rockstars" auf dem letzten Platz.

Die Nutzungszahlen der Livestreams bei eurovision.de, der ARD Mediathek und der Deutschen Welle liegen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vor.

Konkret wollten 6,536 Millionen am Samstagabend das ab 21 Uhr live aus Turin übertragene Finale im Ersten sehen. Der Marktanteil betrug hier 32,7 Prozent, bei den 14- bis 29-Jährigen bedeuteten 870.000 eine Quote von 65,8 Prozent. In der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen erzielte der ESC einen Marktanteil von 48,3 Prozent

Bei ONE schauten weitere 764.000 zu (Marktanteil: 3,8 Prozent), wodurch sich die Gesamtzahl von 7,3 Millionen ergibt. "In der Spitze hatten 8,790 Millionen Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer das Erste oder ONE eingeschaltet", teilt der federführende NDR mit.

Vor dem ESC-Finale lief in der ARD die 45-minütige, von Barbara Schöneberger moderierte Show "Countdown für Turin", die anders als in der Vor-Corona-Zeit nicht live vom Fan-Event auf dem Hamburger Spielbudenplatz kam, sondern aus einem TV-Studio mit wenigen regulären Gästen, für die Maskenpflicht galt. Die Sendung, in der die Jury-Mitglieder Michelle und Max Giesinger für Musik sorgten, erreichte 3,458 Millionen (Marktanteil: 15,3 Prozent). Bei der "ESC - Aftershow" im Anschluss an das Finale waren es im Schnitt 2,336 Millionen (Marktanteil: 31,9 Prozent). Hier traten zudem Namika und Johnny Logan live auf.

"Der Eurovision Song Contest 2022 war ein europäisches Fest mit starken Musiktiteln und Auftritten", sagt Alexandra Wolfslast, Leiterin der deutschen ESC-Delegation. "Malik Harris hat 'Rockstars' hervorragend präsentiert. In Deutschland kam der Song im Radio und im Streaming sehr gut an. Wir sind enttäuscht, dass der Auftritt nicht besser bewertet wurde. Malik Harris danken wir von ganzem Herzen für sein großartiges Engagement, er hat alles gegeben! Und wir sind uns sicher, dass ihn trotz der Platzierung eine großartige Karriere erwartet. Dem Kalush Orchestra aus der Ukraine gratulieren wir zum verdienten Sieg. Für den ESC 2023 sind wir bereits in Planung, wie wir das Auswahlverfahren gestalten."

Malik Harris, der von den Jurys null Punkte und vom TV-Publikum nur sechs Punkte erhalten hatte, wurde mit seinem Song "Rockstars" Letzter. "Der ESC ist ein Fest, um zusammen Musik zu zelebrieren. Und mir war klar; der ESC ist viel mehr als ein Wettbewerb. Ich bin schon enttäuscht über das Ergebnis - aber trotzdem: Ich habe so viele schöne Sachen erlebt, dass ich gleich morgen wieder mitmachen würde. Ich habe das gemacht, was mich erfüllt: Musik. Und ich bin wahnsinnig froh, dass die Ukraine gewonnen hat - das ist ein wichtiges Zeichen", so der Better Now/Electrola-Act.

Die Ukraine, die nach der Jury-Wertung noch nicht vorn lag, sicherte sich dann dank des Zuschauevotums den finalen Sieg. Der Titel "Stefania" des Kalush Orchestras ist bereits der dritte ESC-Triumph für die Ukraine, die 2003 in Riga erstmals teilnahm und gleich gewann. 2016 sang sich Jamala mit ihrem Titel "1944" zuletzt an die Spitze..

Der diesjährige Siegertitel wird von Sony Music vermarktet. Schon vor dem Finale holte "Stefanie" laut dem Major Millionen Streams und Klicks, daher spendet Columbia Germany alle Netto-Erlöse an humanitäre Zwecke, die sich die Band selbst ausgesucht hat. "Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit Kalsuh Orchestra, deren besonderer Sound geprägt ist von stilistischen Brüchen", betont Alexandra Falken, Vice President Columbia Germany. "Beim diesjährigen Eurovision Song Contest haben Kalush Orchestra, als Vertreter der Ukraine, ihren Song 'Stefania' performt, den Columbia Germany weltweit veröffentlichte. Wir gratulieren Kalush Orchestra herzlich zum Sieg des 66. Eurovision Song Contest."

Das Ergebnis

1. Ukraine: Kalush Orchestra - Stefania (631 Punkte)

2. Großbritannien: Sam Ryder -Spaceman (466 Punkte)

3. Spanien: Chanel - SloMo (459 Punkte)

4. Schweden: Cornelia Jakobs - Hold Me Closer (438 Punkte)

5. Serbien: Konstrakta - In Corpore Sano (312 Punkte)

6. Italien: Mahmood & BLANCO - Brividi (268 Punkte)

7. Moldawien: Zdob ?i Zdub & Advahov Brothers - Trenule?ul (253 Punkte)

8. Griechenland: Amanda Georgiadi Tenfjord - Die Together (215 Punkte)

9. Portugal: Maro -Saudade Saudade (207 Punkte)

10. Norwegen: Subwoolfer - Give That Wolf A Banana (182 Punkte)

11. Niederlande: S10 - De Diepte (171 Punkte)

12. Polen: Ochman - River (151 Punkte)

13. Estland: Stefan - Hope (141 Punkte)

14. Litauen: Monika Lui - Sentimentai (128 Punkte)

15. Australien: Sheldon Riley - Not The Same (126 Punkte)

16. Azerbaidschan: Nadir Rustamli - Fade To Black (106 Punkte)

17. Schweiz: Marius Bear - Boys Do Cry (78 Punkte)

18. Rumänien: WRS - Llámame (65 Punkte)

19. Belgien: Jérémie Makiese - Miss You (64 Punkte)

20. Armenien: Rosa Linn - Snap (61 Punkte)

21. Finnland: The Rasmus - Jezebel (38 Punkte)

22. Tschechische Republik: We Are Domi - Lights Off (38 Punkte)

23. Island: Systur - Með Hækkandi So?l (20 Punkte)

24. Frankreich: Alvan & Ahez - Fulenn (17 Punkte)

25. Deutschland: Malik Harris - Rockstars (6 Punkte)