Unternehmen

BMG und Warner Music angeblich vorn im Rennen um Pink Floyd

Erst kürzlich sickerte durch, dass Pink Floyd angeblich den Markt für einen Verkauf ihrer Masterrechte ausloten würden. Inzwischen nun soll es zwei Favoriten geben. Zudem handelt die Gerüchteküche einen potenziellen Preis für den Katalogverkauf.

13.05.2022 11:05 • von
Kam 2021 im IFPI-Ranking auf Platz neun der weltweit am häufigsten verkauften Vinyl-LPs: der Albumklassiker "Dark Side Of The Moon" von Pink Floyd (Bild: Warner Music)

Erst kürzlich sickerte durch, dass Pink Floyd angeblich den Markt für einen Verkauf ihrer Masterrechte ausloten würden. So hatte der Nachrichtendienst "Bloomberg" aus informierten Kreisen von ersten Gesprächen mit potenziellen Käufern erfahren, die sich allerdings noch in einem sehr frühen Stadium befanden.

Inzwischen nun scheinen sich die Gespräche entwickelt zu haben: Nach Informationen der "Financial Times" gibt es mit Warner Music und BMG schon zwei Favoriten für einen möglichen Deal. Warner Music vermarktet seit langen Jahren die Aufnahmen der britischen Rockband, BMG kann für Zukäufe auf finanzielle Unterstützung durch die Beteiligungsgesellschaft KKR bauen.

Zudem handelt die Gerüchteküche nun auch einen potenziellen Preis für den Verkauf: Die "FT" taxiert den Deal mit Bezug auf informierte Kreise auf ein Volumen von gut 500 Millionen Dollar, vielleicht könnten Pink Floyd sogar Bruce Springsteen überholen, dessen Katalog Sony Music im vergangenen Jahr bis zu 550 Millionen Dollar wert gewesen sein soll.

Mitte Dezember 2021, als der Springsteen-Deal publik wurde, sprach die "New York Times" zwar bereits davon, dass es sich hier womöglich um "den größten Deal gehandelt habe, der bisher für das Werk eines einzelnen Künstlers" abgeschlossen worden sei. Allerdings war da auch noch von einem Preis von gut 500 Millionen Dollar zu hören.

Update, 14.30 Uhr: Anders als noch von "Bloomberg" vermutet, soll es in den Gesprächen laut der "FT" nun zudem nicht allein um die Aufnahmen, sondern vielmehr um Master- und Verlagsrechte gehen.

Text: Knut Schlinger