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Rolf Zuckowski: "Ich arbeite immer mal wieder an Sonderversionen meiner Lieder"

Im Interview mit MusikWoche-Autor Dirk Schaper erzählt Rolf Zuckowski Details über seine Gitarren-Sammlung, seine Schwyzerörgeli und welchen Song er heute am liebsten singt.

12.05.2022 10:45 • von Norbert Schiegl
Rolf Zuckowski 2002 bei einem Konzert in Balve (Bild: Stefan Malzkorn)

Im Interview mit MusikWoche-Autor Dirk Schaper erzählt Rolf Zuckowski Details über seine Gitarren-Sammlung, seine Schwyzerörgeli und welchen Song er heute am liebsten singt.

__Was ist dir zu diesem Geburtstag wichtig?

Mit meiner Autobiografie »Ein bisschen Mut, ein bisschen Glück« bei vielen Freunden und Weggefährten in der Hand zu liegen. Auf eine große Feier verzichte ich und widme mich ganz meiner Frau und der Familie im kleinen Kreis.

__Wie oft greifst du zu einem Instrument?

Meine Gitarre liegt am heimischen Sofa immer bereit und lädt mich ein, sie nicht zu vernachlässigen. Vor kleineren und größeren Auftritten, immer öfter auch online, zum Beispiel als Zoom-Gottesdienst, übe ich Lieder, die ich lange nicht gespielt habe. Das ist in der Regel eine kleine Reise in meine eigene Vergangenheit, denn neue Lieder sind schon länger nicht mehr entstanden.

__Wie viele Gitarren besitzt du? Gibt es noch andere Musikinstrumente, die dich umgeben und auch genutzt werden?

Ich habe mir über die Jahre etwa zwölf Gitarren gegönnt (hab sie lange nicht gezählt). Dazu gehören verschiedene Western-, zwei Konzert-, eine 12-saitige und zwei elektrische Gitarren. Meine Frau hat mir eine Ukulele geschenkt, die ich besonders liebe, um die Mini-Hymne unserer Stiftung »Kinder brauchen Musik« zu singen. Ich sitze leider viel zu selten an meinem schönen alten Steinway Klavier. In der Schweiz liebe ich es, auf meinem Schwyzerörgeli Ländler-Melodien zu improvisieren.

__Wann hast du zuletzt komponiert?

Das ist wirklich schon länger her. Es war das Lied »Bei uns in der Kita« in einer Frühling-Sommer-Version und einer Herbst-Winter-Version. In diesem Lied zitiere ich einige Zeilen aus meinen beliebtesten Kinderliedern.

__Wann hast du zuletzt einen Text geschrieben?

Ich arbeite immer mal wieder an Sonderversionen meiner Lieder zu besonderen Anlässen oder für bestimmte Personenkreise. Das können Geburtstage und Jubiläen sein, aber auch größere Aktionen, in die ich mich gern einbinden lasse. So wurde zum Beispiel aus »Leben ist mehr« die Version »Pflege ist mehr«, die ich 2020 in einem Benefizkonzert in der Hamburger Elbphilharmonie singen durfte, coronabedingt vor leerem Haus, aber auf breiter Ebene gestreamt.

__Du hast hunderte Lieder geschrieben. Welches singst du heute am liebsten?

Das Lied unserer Familie »Gemeinsam unterwegs« bedeutet mir von Jahr zu Jahr mehr, denn es besingt die Lebensreise wie eine Schifffahrt vom Aufbruch bis zum letzten Hafen. Seit meine 84-jährige Schwägerin im Pflegeheim ist, singen wir es bei jedem meiner Besuche miteinander. Bewegend ist, dass sie eigentlich nicht mehr sprechen kann, aber dass ihr das Mitsingen einzelner Worte Glücksternchen in die Augen zaubert.