Unternehmen

Pop Office Bremen macht auf

Mit der Gründung des Pop Office Bremen richtet das Land Bremen eine neue Anlaufstelle ein, "um gezielt die Professionalisierung und den Strukturaufbau der Popmusikszene zu ermöglichen".

06.05.2022 14:41 • von Frank Medwedeff
Haben viel vor: die Gründer:innen des Pop Office Bremen (Bild: Pop Office Bremen)

Mit der Gründung des Pop Office Bremen (POB) richtet das Land Bremen eine Anlaufstelle ein, "um gezielt die Professionalisierung und den Strukturaufbau der Popmusikszene zu ermöglichen".

Zum Gruppenbild formierten sich die Gründer:innen (vorn, von links) Malte Prieser (Vorstand POB, Kulturbüro Nord), Adrian Adu (Rapper), Gregor Hennig (2. Vorsitzender POB, Inhaber Studio Nord), Whoopi Jessica Kusi (1. Vorsitzende POB, Musikerin Queen Who) und Timo Hollmann (Vorstand POB, hpc Bremen), sowie (hinten, von links), Christian Wedemann (Musiker, Grillmaster Flash), Stephanie Geis (Vorstand POB, Koopmann Concerts), Jonte von Döllen (ETR, Breminale) Kira Sackmann (Lagerhaus) und Bianca Paloma Marstaller (Vorstand POB, Musikerin, Bremen Next).

Kristina Vogt, die Bremer Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, erläutert: "Wir schaffen zum ersten Mal eine Förderstruktur, die Musikschaffenden hilft, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Zugleich stärkt es eine vielfältigere und buntere Musikszene, die das Profil Bremens in der Popmusikszene schärft. Mit verschiedenen Förderprogrammen, beispielweise einem Coachingprogramm, Mikroförderungen, Netzwerkevents oder digitalem Beratungspool, wird das Pop Office Bremen die wirtschaftliche Tragfähigkeit im Nachwuchs- und Profisegment ebenso direkt unterstützen wie musikalische Projekte und Existenzgründende."

Der Pop Office Bremen e.V. fungiere zukünftig als privatrechtlicher gemeinnütziger Verein mit einem sechsköpfigen Vorstand aus Vertreter:innen der Musikwirtschaft und einem Pop Rat Bremen "aus unterschiedlichsten Akteur:innen der Kreativszene". Strategisch konzipiert und entwickelt hat das POB Andrea Rothaug, Geschäftsführerin von RockCity Hamburg, in ihrer zusätzlichen Funktion als Beauftragte für Musik und Popkultur Bremen.

Das Pop Office Bremen versteht sich "als ergänzendes Netzwerk zur Professionalisierung der nachwachsenden und erfahrenen Musikschaffenden". Es wolle aber auch agieren "als Vermittler, Botschafter und unabhängiger Katalysator zur Beschleunigung auch musikalischer Ansätze, die das innovative Potenzial haben, den zukünftigen Erfolg von Künstler:innen durch die Verbesserung des kreativen Umfelds und der zugrundeliegenden wirtschaftlichen Infrastruktur zu fördern".

Whoopi Jessica Kusi, Musikerin und 1. Vorsitzende des Vereins, merkt an: "Musikschaffende können demnächst an Netzwerkveranstaltungen teilnehmen, eigene Vorhaben mithilfe von Mikroförderungen umsetzen, an MusikXport Programmen und Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen oder konkret Förderberatung, Coaching, Toursupport und anderes erhalten."

Studiobetreiber Gregor Hennig, der 2. Vorsitzende, ergänzt: "Durch die Programme können Musikprojekte wie Veröffentlichungen, Konzerte oder digitale Produktionen gefördert werden, aber auch Labelförderung und Coaching sind angedacht, um wichtige Impulse für die bremische Popszene zu liefern und innovative Konzepte umzusetzen."

Das Pop Office Bremen offeriere den Akteur:innen der Musikwirtschaft Strukturaufbau, Kooperation, Wachstum, Lobbying und Förderung, "aber auch eine Stärkung der Außendarstellung der Musikbranche für das Land Bremen". Neben "neuer Strahlkraft für die Popmusik" und ihre Akteur:innen wolle man auch neue Vermarktungspotenziale für das Land Bremen freisetzen und "ein positives Reizklima für die Kreativen" schaffen.

Die Zielgruppe des neuen Netzwerks vereine deshalb Musiker:innen, Bands, DJs, Labels, Verlage, Agenturen, Produzent:innen, Musikschaffende, "aber auch bestehende Netzwerke, Vereine, Verbände und Institutionen" und kommuniziere "bestehende Förderprogramme im Land zentral".