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Spotify gewinnt im ersten Quartal zwei Millionen neue Abonnent:innen

Die Zahl der weltweiten Spotify-Abonnent:innen ist im ersten Quartal 2022 gegenüber dem Vorquartal um zwei Millionen auf 182 Millionen gestiegen. Dieses Wachstum wurde trotz des Verlusts von 1,5 Millionen Abonnent:innen in Russland erzielt.

27.04.2022 13:25 • von Jonas Kiß
Erzielte mit Einnahmen aus Premium-Abos im ersten Quartal 2379 Millionen Euro: Spotify (Bild: Business Wire)

Spotify hat am 27. April seine Bilanz für das erste Quartal 2022 vorgelegt. Demnach stieg die Gesamtzahl der MAUs (Monthly Active Users) in den ersten drei Monaten des Jahres um 19 Prozent auf 422 Millionen gegenüber 406 Millionen im Vorquartal.

Im März gab es allerdings einen kurzen Ausfall des Dienstes, der dazu führte, dass Nutzer:innen unfreiwillig abgemeldet wurden. Spotify geht davon aus, dass einige der betroffenen Nutzer:innen neue Konten erstellt haben, um sich wieder anzumelden, was zu etwa drei Millionen zusätzlichen MAUs im Quartal führte. Ohne diesen Vorfall sei die Anzahl der MAUs also nur auf 419 Millionen gewachsen.

Die Zahl der Premium-Abonnent:innen stieg im ersten Quartal 2022 um ein Prozent auf 182 Millionen, gegenüber 180 Millionen im Vorquartal. Das liege zwar leicht unter der Prognose von Spotify, beinhaltet aber auch "die unfreiwillige Abwanderung" von rund 1,5 Millionen Abonnent:innen infolge des Ausstiegs von Spotify aus dem russischen Markt.

Die Umsatzerlöse in Höhe von 2661 Millionen Euro wuchsen im ersten Quartal um 24 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2021. Dabei stiegen die Einnahmen aus Premium-Abos um 23 Prozent auf 2379 Millionen Euro (währungsbereinigt um 18 Prozent), während die werbefinanzierten Umsätze um 31 Prozent auf 282 Millionen (währungsbereinigt um 22 Prozent) wuchsen.

Das Operating Income lag in den ersten drei Monaten bei einem Minus von sechs Millionen Euro, im ersten Quartal 2021 konnte Spotify hier noch ein Plus von 14 Millionen Euro verbuchen. Vor Jahresfirst fiel hier bereits ein Minus von sieben Millionen Euro an.

Im ersten Quartal schloss Spotify eine mehrjährige Vereinbarung mit Google ab. Das sogenannte User Choice Billing soll Android-Nutzer:innen "mehr Flexibilität bei der Wahl der Zahlungsart" und "ein reibungsloses Nutzererlebnis für alle In-App-Transaktionen ermöglichen. Spotify geht davon aus, dass das neue Angebot im Laufe dieses Jahres eingeführt wird.

Am 15. März hatte der Streamingdienst zudem "eine langfristige Partnerschaft" mit dem FC Barcelona bekannt gegeben. Im Rahmen der Partnerschaft wird die Marke Spotify dort ab der Saison 2022/2023 auf der Vorderseite der Trikots der Männer- und Frauenmannschaft erscheinen, und das Camp Nou Stadion wird in Spotify Camp Nou umbenannt.

Die Erwartungen von Spotify für das zweite Quartal spiegeln die vollständige Schließung von Spotifys Diensten in Russland wider, die am 11. April 2022 abgeschlossen wurde.

So geht der Streamingdienst in den nächsten drei Monaten von insgesamt 428 Millionen MAUs aus, und prognostiziert dabei einen Zuwachs von etwa 14 Millionen neuen MAUs im Quartal. Die Zahl der Premium-Abonnent:innen schätzt Spotify im zweiten Quartal auf 187 Millionen, und rechnet zudem mit einem Gesamtumsatz in Höhe von 2,8 Milliarden Dollar.