Unternehmen

BMG bringt Bowie-Biopic

Unter dem Namen "Moonlight Daydream" steht in Kürze in Cannes die Premiere eines Biopics über David Bowie an. Hinter dem Projekt stehen unter anderem BMG und Live Nation Productions als Koproduktionspartner, sowie Brett Morgen ("Cobain", "Jane") als Regisseur. Auch Verleih- und Streamingpartner sind bereits fix.

14.04.2022 14:47 • von
In den Startlöchern: die David-Bowie.Dokumentation "Moonlight Daydream" soll in Kürze auf die Leinwand kommen (Bild: BMG)

Unter dem Namen "Moonlight Daydream" steht in Kürze beim 75. Festival de Cannes die Premiere eines Biopics über David Bowie an. Bei den Filmfestspielen Mitte Mai soll die Dokumentation im Rahmen der sogenannten "Midnight Screenings" laufen.

Hinter dem Projekt stehen unter anderem BMG und Live Nation Productions als Koproduktionspartner. BMG-CEO Hartwig Masuch und Live-Nation-Konzernchef Michael Rapino zählen denn auch mit zu den ausführenden Produzenten des Films von Public Road Productions. Bei "Moonlight Daydream" handele es sich um den ersten Film, der offiziell von den Nachlassverwaltern David Bowies genehmigt wurde, teilt BMG mit.

Geschrieben, inszeniert und produziert wurde "Moonage Daydream" von Brett Morgen, der zuvor unter anderem mit Jane" das Leben und die Arbeit der Primatenforscherin Jane Goodall dokumentierte oder mit Cobain: Montage Of Heck" den Aufstieg und das Sterben von Nirvana-Musiker Kurt Cobain nachzeichnete. Als langjähriger Mitarbeiter und Freund von David Bowie betreute Tony Visconti den Film als Musikproduzent.

Der Titel "Moonage Daydream" geht zurück auf einen Song, den David Bowie 1972 auf seinem fünften Album, "The Rise And Fall Of Ziggy Stardust And The Spiders From Mars", veröffentlichte.

Auch Verleih- und Streamingpartner sind bereits fix: So übernimmt das Unternehmen Neon die US-Vertriebsrechte, während Universal Entertainment International den Film außerhalb der USA betreut. Die Kabel- und Streaming-Rechte für Nordamerika wurden derweil an HBO und HBO Max lizenziert.

Bei BMG verweist man darauf, dass sich der Film "weitgehend auf Bowies Songkatalog von 1970 bis 1977" stütze, an dem man mit 25 Prozent beteiligt sei: "Die Beziehung von BMG zum Bowie-Katalog wird durch den kürzlich erfolgten Erwerb des Bowie-Songkatalogs durch Warner Music nicht beeinträchtigt", heißt es aus Berlin. Tatsächlich hatten die Warner Music Group und die Nachlassverwalter von David Bowie im Herbst 2021 eine globale Partnerschaft für die Aufnahmen des 2016 verstorbenen Sängers vereinbart, Anfang 2022 folgte die Übernahme der Verlagsrechte durch Warner Chappell Music.

"Dies war eine fünfjährige Liebesarbeit, um einen der größten Songkataloge der Musikgeschichte zu ehren", sagt bei BMG Fred Casimir als Executive Vice President Global Repertoire zu dem Projekt. Bei BMG sei man stolz darauf, "auf unsere langjährige Beziehung mit dem Nachlass von David Bowie aufzubauen" und nun "Hand in Hand mit unseren Partnern Live Nation Productions Brett Morgens Vision auf die große Leinwand zu bringen".

Text: Knut Schlinger