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Michow kritisiert regionale Hotspot-Reglung

Die ab dem 1. April bundesweit geltende Hotspot-Regelung verhindere eine bundesländerübergreifende Tourneeplanung, moniert BDKV-Präsident Jens Michow. Auch die dann wieder geltende Differenzierung zwischen 2G, 2G plus und 3G hält er für problematisch.

01.04.2022 13:14 • von Dietmar Schwenger
Sieht nach wie vor keine Planbarkeit: BDKV-Präsident Jens Michow (Bild: Klaus Westermann)

Die ab dem 1. April 2022 bundesweit geltende Hotspot-Regelung verhindere eine bundesländerübergreifende Tourneeplanung, monierte BDKV-Präsident Jens Michow im Gespräch mit dem rbb24 Inforadio am 31. März. Vieles sei dadurch weiter nicht planbar.

"Wir können mit der Maskenpflicht selbstverständlich umgehen. Und ich möchte auch betonen, dass wir zwei Jahre lang jede Maßnahme unterstützt haben, die dem Infektionsschutz dient. Das werden wir auch weiterhin tun. Und die Maskenpflicht ist das kleinste Übel. Für uns ist es problematisch zu sehen, dass hier wieder zwischen 2G-Plus und 3G und zwischen 2G differenziert wird. Jedes Land kann letztendlich machen, was es für richtig hält. Planbar ist das nicht."

In dem Interview wies Michow zudem darauf hin, dass die Livebranche weitere Unterstützung brauche. Zwar könnten im Sommer voraussichtlich viele Open-Air-Veranstaltungen stattfinden, wie es dann aber weitergehe, wisse man nicht.

"Wenn wir wieder hochfahren, dann muss man davon ausgehen, dass ohne ein Fortdauern einer Ausfallversicherung, die auch Ende dieses Jahres ausläuft, kein Veranstalter mehr seriös das Risiko für Millionen, die so eine Tournee heute kostet, auf sich nehmen kann, wenn er weiß, dass irgendwann wieder ein Virus hochkommt. Und dann hat er keine Versicherung", betonte Michow. "Unsere Probleme werden fortbestehen und daher würde uns schon erst einmal geholfen sein, wenn die Überbrückungshilfe für uns weitergeführt wird."