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The Jeremy Days: Mutiger Schritt in die Zukunft

Die 1987 in Hamburg gegründete Band um Sänger und Gitarrist Dirk Darmstaedter präsentiert nach ihrem Live-Comeback 2019 nun mit "Beauty In Broken" ihr erstes neues Album seit 1994.

28.03.2022 09:45 • von Norbert Schiegl
The Jeremy Days veröffentlichen mit "Beauty In Broken" ihr erstes Album seit 1994 (Bild: Circushead Records)

Die 1987 in Hamburg gegründete Band um Sänger und Gitarrist Dirk Darmstaedter präsentiert nach ihrem Live-Comeback 2019 nun mit "Beauty In Broken" (Circushead Records/Energie Musik/Warner Music) ihr erstes neues Album seit 1994.

An ihren Radiohit "Brand New Toy" aus dem Jahr 1989, der bis heute oft im Radio gespielt wird, können sich noch viele Musikhörer:innen ­erinnern. Als die Jeremy Days 2019 sich nach 24 Jahren im Hamburger Docks mit einem Konzert zurück­meldeten, war zunächst nicht klar, ob die Band weitermachen würde. Doch nun bestehen keine Zweifel mehr; die Formation legt mit "Beauty In Broken" auf dem band­eigenen Label Circushead Records ein neues Album vor. Bereits die vorab ­veröffentlichten Songs, "Beauty In Broken" und "For The Lovers" ­zeigten, dass die Chemie innerhalb der Gruppe noch bestens funktioniert.

Die Geschichte des Albums ist an die wiedergefundene Freundschaft der Bandmitglieder gekoppelt. War das Comeback-Konzert noch eine Art Klassentreffen, so hatten sie auf der spontan angesetzten ­Comeback-Tournee die Gelegenheit, sich neu kennenzulernen. Befreit von jeglichem Erfolgsdruck ergab sich der Wunsch, noch einmal zusammen die Welt zu erobern praktisch von ganz selbst und konnte auch durch die Pandemie nicht gestoppt werden. In wöchentlichen Zoom-Sessions zum Songschreiben und Ideenaustausch entstanden nach und nach neue Lieder.

Das Ergebnis dieser Anstrengungen liegt nun in Form von "Beauty In Broken" vor und könnte kaum überzeugender ausfallen. Die Jeremy Days besinnen sich in den elf Songs auf ihre Stärken. Erstmals waren alle Bandmitglieder, Dirk Darmstaedter (Gesang, Gitarre), Jörn Heilbut (Gitarre), Louis C. Oberlander (Keyboards) und Stefan Rager (Schlagzeug), am Songwriting beteiligt. Und dieses neue Gemeinschaftsgefühl hört man Stücken wie "The Deep Dark Night" oder "Stupid November" auch deutlich an. Entstanden ist so ein Gitarrenalbum, das sich nicht lange mit der Vergangenheit aufhält und trotzdem wie eine Fortsetzung des bisherigen Schaffens klingt.