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Midia Research rechnet mit Rekordwachstum im Musikmarkt

Auch diesmal präsentiert Mark Mulligan kurz vor der anstehenden Bekanntgabe der IFPI-Zahlen für den weltweiten Musikmarkt wieder eigene Hochrechnungen. Dabei taxiert der Midia-Analyst das Umsatzplus im internationalen Geschäft mit Recorded Music auf einen Rekordwert.

21.03.2022 16:46 • von
Wachstumsgeschichte: Midia Research taxiert die Umsätze im weltweiten Geschäft mit Recorded Music für 2021 auf 28,8 Milliarden Dollar (Bild: Midia Research)

Auch diesmal präsentiert Mark Mulligan kurz vor der anstehenden Bekanntgabe der IFPI-Zahlen für den weltweiten Musikmarkt wieder eigene Hochrechnungen. Dabei taxiert der Midia-Analyst das Umsatzplus im internationalen Geschäft mit Recorded Music auf einen Rekordwert. So sollen die globalen Einnahmen der Musikunternehmen im Jahr 2021 um 24,7 Prozent auf rund 28,8 Milliarden Dollar gewachsen sein - "das größte jährliche Wachstum in modernen Zeiten", wie Mulligan in einem Blog-Beitrag auf den Onlineseiten von Midia Research formuliert. Aber auch aufgrund zahlreicher Katalogkäufe sowie der Börsengänge von Universal Music, Warner Music und Believe sei 2021 ein "Big Year" fürs Musikbiz gewesen.

Die Einnahmen aus dem Streaming rechnet Mulligan auf 18,5 Milliarden Dollar und Zuwächse von 29,3 Prozent hoch. Dabei hätten allein Anbieter wie die Facebook-Mutter Meta, TikTok, Snap, Peloton oder Twitch, die Mulligan kurzerhand unter dem Rubrum "Non-DSP Revenue" zusammenfasst, bei deutlichen Zuwächsen in diesem Bereich für 1,5 Milliarden Dollar an Einnahmen gestanden. Die klassischen DSPs, also Digital Service Provider wie Spotify, Apple Music, Amazon Music oder YouTube, hätten derweil für Einnahmen in Höhe von 17 Milliarden Dollar gesorgt.

Nach Marktanteilen sieht Mulligan die Universal Music Group mit 29 Prozent weiterhin als Marktführer, Sony Music habe indes am deutlichsten zulegen können. Im Kreis der unabhängigen Player im Musikmarkt seien wie schon im Vorjahr erneut DIY-Acts und selbstvermarktende Künstler:innen die größten Gewinner gewesen, urteilt Mulligan, der die in diesem Segment erzielten Umsätze auf inzwischen weltweit 1,5 Milliarden Dollar schätzt. Das Indie-Umsatzvolumen wuchs derweil laut Midia-Angaben von noch acht Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum auf nunmehr zehn Milliarden Dollar.

Die IFPI will ihr Zahlenwerk für den internationalen Musikmarkt am 22. März vorlegen.

Text: Knut Schlinger