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BKM steckt Millionen ins Referat Kultur und Nachhaltigkeit

Als das Kabinett am 16. März den zweiten Entwurf für den Haushalt 2022 beschloss, ging das unter anderem mit einer Erhöhung des Etats für Kultur und Medien einher. Musik allerdings spielte in der Mitteilung von Claudia Roth keine Rolle. Immerhin aber schiebt die Kulturstaatsministerin die Anlaufstelle für Kultur und Nachhaltigkeit an - mit einem Budget von zunächst fünf Millionen Euro.

17.03.2022 14:31 • von
Investiert zunächst fünf Millionen Euro in ein neues Referat Kultur und Nachhaltigkeit: Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Bild: Kristian Schuller)

Als das Bundeskabinett am 16. März 2022 den zweiten Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2022 beschloss, ging das unter anderem mit einer Erhöhung des Etats für Kultur und Medien um rund zehn Prozent auf 2,14 Milliarden Euro einher.

Während aber zum Beispiel die Mittel der Film- und Serienförderung um ziemlich konkrete 25 Millionen Euro erhöht werden sollen, spielte das Thema Musik in der begleitenden Mitteilung von Kulturstaatsministerin Claudia Roth keine Rolle. Zumindest aber bleibt bei einem insgesamt wachsenden Etat die Hoffnung, dass die Mittel, die etwa der Initiative Musik zur Verfügung stehen, kaum schrumpfen werden.

Zudem sendet die BKM ein positives Signal in Sachen Nachhaltigkeit, und schiebt die bereits im Koalitionsvertrag vereinbarte Anlaufstelle für Kultur und Nachhaltigkeit an: Für "die ökologische und nachhaltige Transformation des Kultur- und Medienbetriebs" seien insgesamt fünf Millionen Euro zusätzlich vorgesehen, ließ die Grünen-Politikerin Claudia Roth wissen: "Mit den neuen Mitteln werden wir ein Referat Kultur und Nachhaltigkeit schaffen, das den Aufbau der im Koalitionsvertrag vereinbarten Anlaufstelle vorantreiben soll und zugleich die Nachhaltigkeitspolitik in meiner Behörde verantworten wird."

Das kommt auch bei Erhard Grundl gut an: Der Sprecher für Kultur- und Medienpolitik bei den Grünen wertet den Vorstoß für das neue Referat als einen Fingerzeig für mehr Green Culture im Kulturhaushalt: "Das ist das wichtige Signal, dass die Kulturszene braucht. Damit werden wir die vielen Initiativen in ihren Bemühungen um eine klimaneutrale Kulturproduktion unterstützen und der Kulturszene die passenden strukturellen und finanziellen Rahmenbedingungen bereitstellen können."

Aufgabe des neuen Referats werde es sein, den Aufbau des im Koalitionsvertrag vereinbarten Green Culture Desks als zentrale Anlaufstelle voranzutreiben, weiß Grundl. Dass Klimapolitik "mit diesem ersten Schritt eine wichtige Säule der Kulturpolitik der Ampel-Koalition" werde, sei "ein historischer Verdienst der Kulturstaatsministerin, aber auch der vielen Initiativen der Kulturszene, die sich - trotz Corona-Krise - stets für eine zukunftsfähige und damit klimaneutrale Kulturproduktion eingesetzt haben."

Text: Knut Schlinger