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GVL friert Beziehungen zu Russland ein

Die GVL hat sich dazu entschlossen, "alle Repräsentationsvereinbarungen mit russischen Verwertungsgesellschaften auszusetzen". Man hoffe "aufrichtig, dass der russische Krieg gegen die Ukraine sofort ein Ende findet".

15.03.2022 10:49 • von
Die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) hat sich dazu entschlossen, "alle Repräsentationsvereinbarungen mit russischen Verwertungsgesellschaften auszusetzen". Die Entscheidung gab die von den Geschäftsführern Tilo Gerlach und Guido Evers geleitete Verwertungsgesellschaft am 14. März 2022 unter anderem über ihre Kanäle bei LinkedIn, Twitter und Instagram bekannt.

Man hoffe "aufrichtig, dass der russische Krieg gegen die Ukraine sofort ein Ende findet", und dass "die Kreativorganisationen Russlands den Mut finden, sich mit aller Kraft dafür einzusetzen".

Als Mitglied des Societies' Council for the Collective Management of Performers' Rights (SCAPR) unterstütze man darüber hinaus die von dieser internationalen Dachorganisation der Verwertungsgesellschaften für ausübende Künstler*innen rund eine Woche zuvor getroffene Entscheidung, "die Mitgliedschaft der russischen Organisationen bei der SCAPR auszusetzen".

Schon zwei Wochen zuvor hatte die GVL in Hinblick auf den Angriffskrieg von Wladimir Putin Position bezogen: "Wir sind erschüttert und in höchstem Maße besorgt über den Angriff Russlands auf die Ukraine", hatte die GVL am 1. März mitgeteilt. "Erschüttert sind wir darüber, dass mitten in Europa wieder ein Krieg tobt. Besorgt sind wir um unsere Mitmenschen in der Ukraine - unter ihnen auch viele Kreative und ihre Familien." Man sei im Herzen und in Gedanken "bei den unglaublich mutigen Menschen, die unter Einsatz ihres Lebens dort auch unsere demokratischen Werte und Freiheiten verteidigen".

Text: Knut Schlinger