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KI-Musikfirma sammelt Millionen ein, Warner Music mit an Bord

Das britische Start-up Lifescore Music hat im Rahmen einer Finanzierungsrunde elf Millionen Pfund eingesammelt, umgerechnet rund 13,3 Millionen Euro. Zu den Investoren gehören unter anderem Octopus Ventures und die Warner Music Group.

07.03.2022 13:28 • von
Will mit Hilfe von KI-Kompositionen den Soundtrack zum Leben mancher Menschen liefern: das britische Start-up Lifescore Music (Bild: lifescoremusic.com, Screenshot)

Das britische Start-up Lifescore Music hat im Rahmen einer Finanzierungsrunde elf Millionen Pfund eingesammelt, umgerechnet rund 13,3 Millionen Euro. Zu den Investoren gehören Octopus Ventures und die Warner Music Group, aber auch IDEO und 4 Good Ventures. Die bereits zuvor bei Lifescore Music engagierte Metaplanet Holdings hat ebenfalls weitere Gelder zugeschossen. Über alles kommt das Unternehmen nun auf Investitionen in Höhe von zwölf Millionen Pfund. Zudem gehört das Unternehmen seit Dezember 2018 zu einem Inkubator-Programm der Londoner Abbey Road Studios.

Lifescore Music bezeichnet sich selbst als Unternehmen für KI-Musiktechnologie. Ziel ist es, auf Abruf frisch zusammengestellte Musik aus zuvor eingespielten Soundbausteinen zu liefern, die auf die jeweiligen Bedürfnisse und Nutzungskontexte der Zuhörer:innen zugeschnitten ist. Bei LifeScore verspricht man eine "Plattform für endlose, adaptive Musik als Echtzeit-Soundtrack" der jeweiligen Lebensumstände, also quasi von künstlichen Intelligenzen komponierte Fahrstuhlmusik.

Hinter LifeScore steht ein Gründerteam um Philip Sheppard, einem Komponisten von Film- und Videospielmusiken, Tom Gruber, der die Siri-Sprachsteuerung mitentwickelte, dem Unternehmer Ian Drew und dem Anwalt Chris Walch.

Oana Ruxandra, die bei Warner Music als Chief Digital Officer & Executive Vice President Business Development fungiert, ishet interaktive Nutzungsformen von Musik als möglichen Kern künftiger Entwicklungen im Musikgeschäft und "adaptive Musik" als einen "wichtigen Treiber dieser Interaktivität".

Text: Knut Schlinger